HTC 10, One A9 und One M9 erhalten Update auf Android 7.0 Nougat

Das hat der taiwanische Hersteller jetzt bestätigt. Einen konkreten Zeitplan will er aber erst bekannt geben, wenn Google die kommende Mobilbetriebssystemversion an seine Hardware-Partner ausliefert. Zu erwarten ist das Nougat-Update auch für die Nexus-Geräte sowie Spitzenmodelle von Motorola, Samsung, Huawei und LG.

HTC wird sein aktuelles Smartphone-Flaggschiff HTC 10 sowie die Vorjahres-Spitzenmodelle One M9 und One A9 auf Android 7.0 Nougat aktualisieren. Das hat der taiwanische Hersteller via Twitter bestätigt, nachdem Google den Beinamen der kommenden Mobilbetriebssystemversion verraten hat.

Ein konkreter Zeitplan für die Auslieferung des Updates liegt noch nicht vor. Ihn will HTC im späteren Jahresverlauf bekannt geben, wenn Google Android 7.0 seinen Hardware-Partnern bereitstellt. Zu diesem Zeitpunkt wird HTC nach eigenen Angaben auch weitere Smartphone-Modelle nennen, die das Nougat-Update erhalten werden.

HTC hat ein Update auf Android 7.0 Nougat für seine Smartphone-Modelle HTC 10, One M9 und One A9 angekündigt (Bild: HTC).

Natürlich wird Google Android 7.0 auch für seine Nexus-Geräte anbieten. Die aktuelle Developer Preview 4 liegt für die Modelle 5X, 6, 6P, 9 sowie Nexus Player, Pixel C, General Mobile 4G (Android One) und das Sony Xperia Z3 vor. Zu erwarten ist das Nougat-Update unter anderem auch für Geräte von Motorola (Moto X, Moto G, Moto Z), Samsung (Galaxy S6, S6 Edge, S6 Edge Plus, S7, S7 Edge), Huawei (P9, Mate 8) und LG (G5).

Wie Dave Burk, Vice President of Engineering bei Google, Mitte Mai auf der Entwicklerkonferenz I/O erklärte, liegt der Fokus bei der Entwicklung des neuen Mobilbetriebssystem auf Performance, Sicherheit und Produktivität. Mit Daydream bringt es außerdem einen Virtual-Reality-Modus mit.

Die Produktivität von Android 7.0 Nougat will Google mithilfe neuer Multitasking-Funktionen steigern. Ein Doppelklick auf den Button für die kürzlich benutzten Apps startet eine Quick Switch genannte Funktion, die einen schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps erlaubt. Dank der schon mit der ersten Preview eingeführten Multi-Window-Funktion lassen sich zwei Fenster neben- oder übereinander anordnen. Nutzer können direkt auf Benachrichtigungen antworten, ohne die zugehörige App zu öffnen. Benachrichtigungen einer App, beispielsweise über den Eingang mehrerer E-Mails, lassen sich gruppieren. Eine Zwei-Finger-Geste hebt die Gruppierung wieder auf, um alle Nachrichten erneut einzeln anzuzeigen.

HIGHLIGHT

Android und das Update-Problem

Nach der "Mutter aller Sicherheitslücken" in 2015, dem sogenannten Stagefright-Bug, versprachen die Hersteller Besserung in Form von monatlichen Sicherheitsupdates. Allerdings gibt es nur wenige Firmen, die diese Ankündigung in die Tat umgesetzt haben.

Google hat auch die mit Android 6.0 Marshmallow eingeführte Energiesparfunktion Doze überarbeitet. Sie soll den Stromverbrauch weiter senken, sobald der Bildschirm ausgeschaltet wird. Der Speicherverbrauch wurde ebenfalls optimiert. Für Apps lassen sich neuerdings drei bis fünf Verknüpfungen für einzelne Funktionen definieren, die im Launcher abgelegt werden. Sie sollen schnelleren Zugriff auf diese Funktionen erlauben.

Zugleich markiert Nougat den Wechsel von Apache Harmony zu Oracles Java Development Kit (JDK). Entwicklern stehen dadurch verschiedene Funktionen von Java 8 zur Verfügung. Der neue Jack-Compiler erlaubt es, die Features auch für ältere Android-Versionen zu nutzen, bis hin zu Android 2.3.x Gingerbread. Die neue 3D Rendering API Vulkan gibt als Nachfolger der Grafikschnittstelle OpenGL Entwicklern Low-Level-Zugriff auf Grafik- und CPU-Hardware, wodurch sie die Leistung ihrer Anwendungen optimieren können.

Für mehr Sicherheit soll ein neuer Update-Prozess sorgen. Aktualisierungen werden künftig wie bei Chrome OS automatisch im Hintergrund installiert. Neu ist auch eine dateibasierte Verschlüsselung und eine optimierte Medienverarbeitung. Das modulare Konzept des Mediastack soll einen besseren Schutz vor Angriffen gewährleisten, wie sie durch die verbreiteten Stagefright-Lücken möglich wurden.

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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