Telekom schafft neues Vorstandsressort „Technologie und Innovation“

Der neugeschaffene Breich umfasst Netztechnik, IT und Entwicklung. Die Leitung übernimmt Claudia Nemat, bisher zuständig für die Ressorts Europa und Technik. Ihre Vorstandskollegen Niek Jan van Damme und Reinhard Clemens müssen dafür je einen Verantwortungsbereich abgeben.

Die Deutsche Telekom hat einen Umbau ihres Vorstands angekündigt. Die bisher getrennten Bereiche Netztechnik, IT und Entwicklung zieht sie in dem neugeschaffenen Vorstandsressort „Technologie und Innovation“ zusammen. Dessen Leitung hat der Aufsichtsrat in seiner gestrigen Sitzung Claudia Nemat übertragen, die bisher für die Ressorts Europa und Technik zuständig war.

Claudia Nemat übernimmt die Leitung des neuen Vorstandsressorts "Technologie und Innovation" (Bild: Deutsche Telekom).Claudia Nemat übernimmt die Leitung des neuen Vorstandsressorts „Technologie und Innovation“ (Bild: Deutsche Telekom).Ihre Vorstandskollegen Niek Jan van Damme und Reinhard Clemens müssen dafür je einen Verantwortungsbereich abgeben. In den Aufgabenbereich von Telekom-Deutschlandchef van Damme fielen bisher auch Entwicklung und Innovationen, Clemens kümmerte sich als Leiter der Geschäftskundensparte T-Systems ebenfalls um IT.

„Innovationen in der Telekommunikation entstehen immer häufiger durch das Zusammenspiel von Netz, IT und Produkten. Daher sollen diese Bereiche auch organisatorisch gemeinsam geführt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bonner Konzerns.

„Mit der neuen Vorstandsstruktur schaffen wir wichtige Voraussetzungen, um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten“, kommentiert Ulrich Lehner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom. Die Netze der kommenden Generation seien immer stärker durch intelligente Softwaresteuerung geprägt. Durch Entwicklungen wie Software Defined Networks, Virtualisierung und Clouddienste rücke die klassische Netzwerktechnik immer näher an die IT heran.

„Ich freue mich, dass Claudia Nemat das Zusammenwachsen von Technik, IT und Innovation für uns weiter treibt, dadurch werden wir schneller und effizienter“, sagte Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom. „Die Entwicklung des neuen Ressorts hat sie bereits maßgeblich mitgestaltet. Sie übernimmt eine große Aufgabe.“

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Der neue Bereich soll Produktinnovationen vorantreiben und Anforderungen in den Märkten schneller bedienen können. Die Distribution der Produkte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Landesgesellschaften. Davon verspricht sich die Telekom eine verbesserte Skalierbarkeit.

Der Aufsichtsrat hat auch bereits einen Nachfolger für Nemat als Vorstand für das Europaressort bestimmt. Auf Bitten seines bisherigen Arbeitgebers werde sein Name aber erst in der nächsten Woche bekannt gegeben. Er bringe internationale Erfahrung sowie Marktorientierung mit und kenne die Industrie und das Unternehmen.

Darüber hinaus wurde Thorsten Langheim zum 1. Juli 2016 zum neuen Generalbevollmächtigten der Deutschen Telekom mit Schwerpunkt „Unternehmensentwicklung/Group Corporate Development“ berufen. In seinen Aufgabenbereich fallen Merger und Akquisitionen, Unternehmensstrategie und die Telekom-Beteiligung Deutsche Telekom Capital Partners. Zudem wird er den neuen Zentralbereich Beteiligungsmanagement verantworten und damit für die Beteiligungen in den USA (T-Mobile US) und Großbritannien (BT Group) zuständig sein. In seiner neuen Funktion wird er regelmäßig an den Vorstandssitzungen teilnehmen.

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