HTC investiert 10 Milliarden Dollar in Aufbau eines VR-Ökosystems

Die Vereinigung VRVCA wird alle zwei Monate in San Francico und Peking zusammenkommen und Anträge prüfen. 26 weitere Wagniskapitalgeber sind beteiligt. Der Fokus liegt auf Firmenanwendungen für unterschiedliche Branchen. Zudem gliedert HTC sein VR-Geschäft in eine Tochtergesellschaft namens HTC Vive Tech Corporation aus.

HTC hat auf dem GSMA Mobile World Congress in Schanghai angekündigt, die VR Venture Capital Alliance (VRVCA) zu gründen und mit 10 Milliarden Dollar auszustatten. In ihr werden weitere 26 Firmen als Kapitalgeber vertreten sein. Den Vorsitz übernimmt Alvin Wang Graylin, China Regional President für VR bei HTC, wie TechCrunch berichtet.

Von HTC gegründete Allianz VRVCA (Screenshot: ZDNet.de)Die VRVCA wird alle zwei Monate in San Francico und Peking zusammenkommen, um Anträge und Bewerbungen zu prüfen. Vorschläge können ab sofort eingereicht werden. Die Vorgaben sind sehr weit gefasst und schließen auch Augmented Reality sowie Mixed Reality ein. Ein Fokus auf den Business-Einsatz in diversen Branchen ist jedoch erkennbar.

Zu den weiteren Investoren zählen Sequoia Capital und Redpoint Ventures, aber auch diverse auf Virtual Reality (VR) spezialisierte Wagniskapitalfirmen. Die Summe von 10 Milliarden Dollar ist der Betrag, der der Allianz insgesamt zur Verfügung steht – und nicht die reine Fördersumme für VR-Start-ups. Dennoch macht HTC damit einen entschiedenen Schritt, um ein eigenes VR-Ökosystem zu entwickeln. Im April hatte es schon 100 Millionen für Projekte rund um seine VR-Brille Vive ausgelobt – im Rahmen eines Fonds namens Vive X.

Zugleich bestätigte HTC gegenüber The Verge ausdrücklich, dass es seine VR-Abteilung in eine Tochtergesellschaft namens HTC Vive Tech Corporation ausgliedert – mit dem Ziel, so leichter strategische Allianzen schließen zu können.

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Die Business Edition der Vive ist an den blauen Farbakzenten zu erkennen (Bild: HTC).Diesen Monat hatte HTC eine Business Edition seines VR-Headsets Vive angekündigt. Das Modell Vive BE bietet praktisch den gleichen Lieferumfang wie die 899 Euro teure Endkundenversion, kommt aber zusätzlich mit einer Lizenz zur gewerblichen Nutzung. Der Preis beträgt 1080 Euro zuzüglich Steuern und Versand. Firmenkunden können zudem eine gesonderte Support-Hotline und einen Installationsservice in Anspruch nehmen.

Im Mai hat HTC den vierten Quartalsverlust in Folge gemeldet. Das operative Minus beträgt umgerechnet 129,6 Millionen Euro. Der Umsatz bricht um 64 Prozent auf rund 399 Millionen Euro ein. Im dritten Quartal strebt HTC wieder einen Gewinn an. Die jetzt als Tochter ausgegliederte VR-Sparte gilt als sein stärkster Aktivposten.

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Themenseiten: HTC, Virtual Reality, Wearable

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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