Google aktualisiert hochauflösende Satellitenbilder in Maps und Earth

Die neuen Aufnahmen stammen vom 2013 gestarteten Satelliten Landsat 8. Dieser liefert in größerer Zahl detailiertere und farbtreuere Bilder als der Vorgänger Landsat 7. Für seine wolken- und nahtlose Satellitenansicht hat Google nach eigenen Angaben fast ein Petabyte an Daten ausgewertet.

Google hat die Satellitenbilddaten seiner Kartenanwendung Maps und seines virtuellen Globus Earth aktualisiert. Die neuen Aufnahmen wirken deutlich schärfer und detailierter als die alten. So sind etwa in der Satellitenansicht von New York City nun einzelne Wolkenkratzer, Gebäudeschatten und Baseball-Felder im Central Park zu erkennen.

Die neuen Daten stammen von dem am 11. Februar 2013 gestarteten Satelliten Landsat 8, der Teil des gleichnamigen Gemeinschaftsprojekts der US-Behörden USGS und NASA ist. Dank verbesserter Kameras und Sensoren liefert er detailliertere sowie farbtreuere Aufnahmen als der Vorgänger Landsat 7. Zugleich hat sie die Anzahl der täglich geschossenen Bilder verdoppelt.

Die alte (oben) und neue Satellitenansicht von New York City im Vergleich (Bild: Google)Die alte (oben) und neue Satellitenansicht von New York City im Vergleich (Bild: Google)

Die einzelnen Satellitenbilder setzt Google wie ein Mosaik zusammen, um wolkenfreie und nahtlose Ansichten von Landschaften oder Städten zu erstellen. Bisher basierten die Satellitenansichten von Maps und Earth auf Daten von Landsat 7. Aufgrund eines Hardware-Fehlers wiesen nach 2003 aufgenommene Bilder aber breite diagonale Streifen auf.

Zum Erstellen der neuen Satellitenansichten nutzte Google nach eigenen Angaben seine Earth-Engine-API, die Wissenschaftler beispielsweise dazu einsetzen, um die Entwicklung des weltweiten Waldbestands nachzuverfolgen oder Malaria-Ausbrüche vorherzusagen. Das Landsat-Programm stellt die benötigten Satellitenbilder kostenlos allgemein zur Verfügung.

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Für sein jüngstes Satellitenbilder-Mosaik hat Google fast ein Petabyte an Landsat-Aufnahmen ausgewertet, wie der für die Google Earth Engine zuständige Manager Chris Herwig in einem Blogbeitrag schreibt. Das entspreche 700 Billionen Einzelbildpunkten. „Um das in Relation zu setzen: 700 Billionen Pixel sind 7000-mal mehr als die geschätzte Anzahl Sterne in der Milchstraße oder 70-mal mehr als die geschätzte Zahl Galaxien im Universum.“

Die aktualisierten Satellitendaten sind ab sofort in den Kartenprodukten verfügbar. Nutzer können sie betrachten, indem sie Google Earth oder in Google Maps die Satellitenansicht aufrufen. Von ausgewählten Städten sind auch 45-Grad-Aufnahmen verfügbar, aus denen Google dreidimensional wirkende Ansichten generiert.

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