Bildagentur Getty setzt in Rio VR-Kameras ein

Ihre Fotografen nutzen zusätzlich zu Spiegelreflex-Geräten Vollsphärenkameras von Ricoh und Samsung. Nutzer können in diesen Bildern navigieren oder sie gleich in einer VR-Brille ansehen. Zudem überträgt der Veranstalter täglich einen Event als Live-VR-Stream.

Die Bildagentur Getty Images wird von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Virtual-Reality-Aufnahmen machen. Jeder einzelne vor Ort eingesetzte Fotograf wird über für 360-Grad-Bilder nötige technische Ausstattung verfügen, teilt sie mit. Einschließlich Technikern, Bildredakteuren und Hilfspersonal wird sie 120 Mitarbeiter vor Ort haben.

Rio 2016 (Bild: IOC)Das heißt, dass Betrachter in solchen Aufnahmen navigieren und den Bildausschnitt wählen werden können. Auch lassen sie sich in einer VR-Brille ansehen. Mit einer High-End-Technik werde man Bilder der Spiegelreflex-Kameras der Fotografen zu Rundumaufnahmen zusammensetzen, aber auch spezielle 360-Grad-Kameras von Ricoh und Samsung einsetzen, heißt es.

Damit dürften die Vollsphärenkameras Ricoh Theta S (Preisempfehlung 399 Euro) und Samsung Gear 360 VR (Preisempfehlung 349 Euro) gemeint sein. Beide kombinieren die Ausnahmen zweier Weitwinkelkameras intern zu einem Rundum-Bild. Ein Smartphone kann optional als Sucher dienen.

Auf der offiziellen Website der Spiele findet sich ergänzend der Hinweis, die Olympic Broadcasting Services (OBS) würden hochauflösende Live-VR-Übertragungen der Eröffnungs- und Schlusszeremonie anbieten. Zudem sei ein solcher Stream für eine Veranstaltung an jedem Wettbewerbstag geplant.

Getty hatte 360-Grad-Technik bei Olympia 2012 in London getestet, wo es als offizielle Fotoagentur der Spiele zahlreiche Aufnahmen für die VR-Brille Oculus Rift verfügbar machte. Diesen Monat gründete es zudem eine eigene Abteilung für VR-Fotografie.

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Gettys CEO Dawn Airey kommentierte, Technik und Geschäftsmodell von VR seien noch in der Entwicklung, aber mit breiter Verfügbarkeit durch Hilfsmittel wie Samsung Gear VR und Google Cardboard zeichne sich schon ab, dass VR ein Schlüsselwerkzeug für visuelles Storytelling werden könne. Bahnbrechende Veränderungen durch solche Technik stünden unmittelbar bevor.

Die Olympischen Sommerspiele 2016 werden vom 5. bis zum 21. August im brasilianischen Rio de Janeiro ausgetragen. Auf VR-Technik setzt vor Ort auch der Tom Jobim International Airport. Im Vorfeld der Spiele zeigt er mit VR-Technik sein neues Terminal.

[mit Material von Angelica Mari, ZDNet.com]

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