Social-Media-Konten von Sundar Pichai gehackt

Ourmine drang in seine Konten bei Twitter und Quora ein. Das gelang ihnen nach eigenen Angaben über eine Schwachstelle bei Quora. Die Hacker, denen auch schon Mark Zuckerberg zum Opfer fiel, positionieren sich nun als Sicherheitsdienstleister unter ourmine.org.

Die Hackergruppe Ourmine ist in Konten von Google-CEO Sundar Pichai bei Twitter und Quora eingedrungen. Es gelang ihr, mehrere Nachrichten an Pichais über 500.000 Follower auf Twitter abzusetzen und sich dort der beiden Erfolge zu rühmen.

Sundar Pichai (Bild: Daniel Terdiman / CNET)Sundar Pichai (Bild: Daniel Terdiman / CNET)

Ourmine war es im laufenden Monat auch schon gelungen, Konten von Facebook-CEO Mark Zuckerberg zu entführen. „Sie waren mit Ihrem Passwort in der LinkedIn-Datenbank“, schrieben die Hacker in einer Twitter-Direktnachricht an Zuckerberg. „Wir haben Zugang zu Ihrem Twitter, Instagram und Pinterest.“ Zuckerberg antwortete darauf: „Nein, haben Sie nicht“ – wohl weil er oder Mitarbeiter die Konten zwischenzeitlich zurücksetzen und bereinigen konnten.

Anders als im Fall von Zuckerberg soll Pichai aber nicht unter den LinkedIn-Daten vertreten gewesen sein, sodass man dort ein Passwort einsehen und auf anderen Sites hätte probieren können. Vielmehr nutzte Ourmine nach eigenen Angaben eine Lücke der Fragen-und-Antworten-Site Quora.

ANZEIGE

Memory Introspection für den Hypervisor: ein neues Sicherheitsframework für virtualisierte Umgebungen

Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Gegenüber The Next Web äußerten die Hacker, sie hätten die Schwachstelle Quora gemeldet, aber keine Antwort erhalten. Überhaupt sei es nur ihr Anliegen, Sicherheitstests durchzuführen. Beispielsweise ändere man nie Kontopasswörter, um den eigentlichen Besitzer auszusperren. Auf der Website ourmine.org präsentieren sie sich als Sicherheitsfirma.

Die Hackergruppe Ourmine glaubt, mit Hacks für ihre Dienstleistungen werben zu können (Screenshot: ZDNet.de).

Weder von Sundar Pichai noch von Twitter oder Quora liegt bisher ein Kommentar zu dem Datendiebstahl vor. Außer Zuckerberg und Pichai zählte auch schon Spotify-CEO Daniel Ek und Amazon-CTO Werner Vogels zu den Opfern von Ourmine.

Der erwähnte Einbruch bei LinkedIn fand im Jahr 2012 statt. Die Anmeldedaten von 117 Millionen LinkedIn-Nutzern wurden allerdings erst kürzlich veröffentlicht. Sollte das tatsächlich die Quelle sein, würde das bedeuten, dass Zuckerberg das für LinkedIn verwendete Kennwort auch bei anderen Konten hinterlegt hatte. Sein letzter Post auf Twitter datierte übrigens zum Zeitpunkt der Übernahme von 2012.

[mit Material von Michelle Starr, CNET.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Twitter? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Social-Media-Konten von Sundar Pichai gehackt

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *