Microsoft stellt Produktion von Surface 3 ein

Die Fertigung des Windows-Tablets endet im Dezember 2016. Schon jetzt ist das Surface 3 in den USA und auch im deutschen Microsoft-Store nur noch eingeschränkt verfügbar. Das gilt laut Microsoft auch für den Fitness-Tracker Band 2.

Microsoft hat bestätigt, dass es Ende 2016 die Produktion des Windows-Tablets Surface 3 einstellen wird. Kurz zuvor war berichtet worden, dass einige Händler in den USA das Surface 3 und auch den Fitness-Tracker Band 2 nicht mehr liefern können. Unklar ist jedoch, ob Microsoft derzeit Nachfolger für beide Produkte plant.

Surface 3 gibt es in Kürze auch mit LTE - vorerst aber nur für Geschäftskunden (Bild: Microsoft).Laut Quellen der Microsoft-Kennerin und ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley hat der Softwarekonzern noch nicht entschieden, ob und wann er beide Produktreihen fortsetzt. Microsoft soll die Vorstellung neuer Surface-Tablets zusammen mit dem Redstone-2-Update für Windows 10 planen, das Anfang 2017 erscheinen soll.

„Seit dem Start des Surface 3 vor mehr als einem Jahr haben wir eine starke Nachfrage und eine große Zufriedenheit unserer Kunden erlebt. Die Lagermengen sind jetzt beschränkt, und ab Dezember 2016 werden wir die Surface-3-Geräte nicht mehr herstellen“, sagte ein Microsoft-Sprecher.

Das von Atom-Prozessoren von Intel angetriebene Surface 3 war im Mai 2015 eingeführt worden. Mit einem Einstiegspreis von 499 Dollar richtete es sich an Studenten, Familien und andere preisbewusste Nutzer. Ursprünglich wurden die Geräte mit Windows 8.1 ausgeliefert. Sie können aber noch bis Ende Juli kostenlos auf Windows 10 aktualisiert werden. Später stellte das Unternehmen auch eine Version vor, die den Mobilfunkstandard LTE unterstützt.

Das Band 2 wiederum ist erst seit Oktober 2015 auf dem Markt. Leser von Foleys Blog berichten von Qualitätsproblemen. Vor allem soll das Armband nicht sehr haltbar sein. Ein Vertreter des Unternehmens teilte Foley mit, Microsoft werde – eine normale Nutzung vorausgesetzt – defekte Band 2 jederzeit ersetzen.

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Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Auch zur Zukunft des Fitness-Trackers machte der Sprecher keine Angaben. „Das Microsoft Band ist derzeit nur eingeschränkt verfügbar.“ Interessierte Kunden verwies er an Microsofts Online-Store.

Das Surface 3 ist hierzulande im Microsoft Store nur noch als LTE-Variante ab 639 Euro erhältlich. Die beiden günstigeren Ausführungen ohne LTE sind dem Shop zufolge „nicht vorrätig“, der Fachhandel bietet sie aber weiterhin zu Preisen ab etwa 490 Euro an.

Einer aktuellen Statistik von AdDuplex zufolge sind die Surface-Pro-Modelle beliebter als die günstigere Surface-Reihe. Das Surface Pro 3 hat demnach einen Anteil von 33,3 Prozent an allen Surface-Geräten mit Windows 10, die auf das Werbenetzwerk von AdDuplex zugreifen. Auf das Surface Pro 4 entfallen demnach 30,9 Prozent; auf das Surface 3 lediglich 21,5 Prozent.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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5 Kommentare zu Microsoft stellt Produktion von Surface 3 ein

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  • Am 27. Juni 2016 um 12:10 von Freidenker

    Das Bessere ist des Guten Feind.
    Trifft hier denke ich vollends zu. Mit dem Pro ist das Surface (ohne Pro) in einer schwierigen Lage. Dem geneigten Käufer wedelt man sozusagen immer mit der Karotte des Besseren vor der Nase und diese ist nicht unerreichbar. Das Pro ist nicht so viel teurer, dass es keinerlei Überlegung wert wäre daran zu denken. Und das machen viele offenbar so, zumal für Windows solle man halt eine gewisse Rechenleistung und Graphikleistung haben, damit das, was man damit machen kann, wirklich rund läuft. Auch wenn Windows 8.1/10 mit 2GB RAM und einer Atom CPU völlig flüssig läuft, so gilt dies eben nicht für die Anwendungen die man so nutzt, da es ja ein PC ist. Denn nur wenn entsprechende Anwendung auch als „App“ vorliegt, also auf die weniger Leistung angepasst ist, machen die Anwendungen auch auf dem Surface Spaß. Die meisten Anwendungen hat man aber wohl im normalen PC Format auf dem Rechner und da hapert es dann gerne mal mit der „Flüssigkeit“, klar die laufen aber Spaß ist halt was anderes.
    Das Surface sollte m.M.n. voll auf die Einsteiger abzielen und wesentlich günstiger sein, mit der klaren Aussage, dass es zwar alles kann was ein PC kann, aber nicht dafür gedacht ist, sondern dass die PC Möglichkeiten eine „Ausnahmenutzungsmöglichkeit“ sind, aber nicht als Primärnutzungsmöglichkeit verstanden werden sollte. Nutzt die dafür optimierten Programme und alles ist tutti, und wann immer man es mal braucht, kann man eben auch das PC-Programm XY ausführen, nicht so performant wie am Desktop-PC, oder High-End Laptop aber es geht. Schon der Vorteil eines tauglichen Browsers, mit allen Plug-In Möglichkeiten sollte doch Grund genug sein. Kein Zwang zu verstümmelten Mobil-Seiten, keine Seitenfunktionen die nicht mit dem Mobilen Browser funktionieren.
    Bin mal gespannt ob da was nachkommt.

    • Am 27. Juni 2016 um 20:10 von PeerH

      Wenn ich das richtig verstehe, dann haderst Du damit dass ‚Desktop Anwendungen‘ mitunter das System überfordern? Dann stellt sich doch aber die Frage, ob das ’normale‘ Windows für das Surface eine gute Wahl ist?
      Ich selber hab damit noch nix gemacht, aber anhand dessen, was Du beschreibst, klingt es so, als würde man ein Windows 7 auf einem Desktop mit einem GB RAM betreiben – es geht, macht aber keinen Spaß, weil das System zu schnell ins Limit läuft.

      • Am 28. Juni 2016 um 12:52 von Freidenker

        So in etwa. In der größten Variante des Surface mit dem X7 und 4GB RAM ist das auch nicht so schlimm, doch da liegt der Preis halt auch nicht mehr weit vom kleinen Pro. Die 2GB Varianten aber haben durchaus mit normalen Anwendungen zu kämpfen. Klar, verglichen mit nem älteren PC sind das immer noch Raketen, aber die Zeiten sind nun mal vorüber.
        Ist Windows daher die falsche Wahl? Jein. Ja, wenn man auf dem Surface und den unzähligen WinTabs die Performance eines PCs erwartet. Nein, wenn man sich klar darüber ist, das es ein erstklassiges Tablet ist, das „nur“ den Mehrwert der Ausführbarkeit von PC Programmen hat. Generell aber den Vorteil des voll nutzbaren Browsers hat und mit den Apps man viel Freude haben kann.
        Es ist, glaube ich, wieder so eine völlig fehlgeschlagene Kommunikation von Microsoft. Die MS Marketing Leute wollen nicht einsehen, dass der Kunde mündig ist und durchaus in der Lage die Gegebenheiten einzuordnen wenn man offen mit ihm umgeht und keine „falschen“ Erwartungen schürt. Es gibt sicher genügend Kunden die sich in dem Anwendungsszenario wiederfinden würden. Dass das nicht für alle passt ist doch ok. Die offene Kommunikation würde auch dazu beitragen, dass die Medien nicht über “Schwächen“ herziehen könnten weil es dann keine wären.
        Die Surfaces sind, wenn man sie in dem passenden Szenario betrachtet tolle Teile, nur dann eben doch sehr teuer, wenn es eben auch die Pros gibt.
        Das App-Problem sehe ich auch nicht so tragisch, da es eben ein PC-Browser gibt und die Masse an Apps ja nur angepasste Webanwendungen sind. Das ist auch so eine Kommunikationslücke.

  • Am 28. Juni 2016 um 8:29 von ckOne

    Mit Bildschirmgröße 10″ ist richtig intensives Arbeiten schon extrem anstrengend für die Augen. Also ich habe ein Dell Tablet mit 7″ und Atom Quadcore und 2GB RAM und kann nicht bestätigen, daß da alles sehr langsam ist, mein iMac mit Yosemite war gefühlt langsamer ( Gottseidank ist El Captain viel schneller ). Aber auf dem kleinen Tablet würde ich auch nie mit Grafikprogrammen arbeiten.

    • Am 28. Juni 2016 um 13:30 von Freidenker

      @ck
      Deshalb sagte ich ja auch nicht, dass alles langsam sei, aber eben ein gros der PC Anwendungen die nicht optimiert sind. Win läuft absolut flüssig, selbst auf den 1GB Tablets geht das noch, nur mit dem Ausführen von Programmen wird es dann meist echt gruselig. Es auch gar nicht so sehr die CPU und der RAM (ja, natürlich wichtig und hilft) sondern die mangelnde GPU dabei, die das „Arbeiten“ so träge macht.

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