Google Fiber kauft ISP Webpass

Das 2003 gegründete Unternehmen ist in den US-Städten Boston, Chicago, Miami, San Diego und San Francisco aktiv. Webpass hat nach eigenen Angaben "zehntausende" Kunden. Es ist auf die Anbindung von Unternehmen und größeren Wohnblöcken spezialisiert.

Die Alphabet-Tochter Google Fiber plant einen Ausbau ihrer Aktivitäten als Internet-Zugangsanbieter und hat zu diesem Zweck eine Übernahme von Webpass angekündigt. Das 2003 in San Francisco gegründete Unternehmen ist in den US-Städten Boston, Chicago, Miami, Oakland, San Diego und San Francisco aktiv.

Tatsächliche und geplante Standorte von Google Fiber (Bild: Google)Tatsächliche und geplante Standorte von Google Fiber (Bild: Google)Für Chicago, San Diego und San Francisco hat Google Fiber selbst schon Expansionspläne angekündigt. An Webpass dürfte für Alphabet auch interessant sein, dass es Glasfaser- und Funktechniken verbindet. Das plant nämlich auch Google Fiber, das dieses Jahr einen Richtfunktest in Kansas City begonnen hat.

Den Preis nannte Google Fiber nicht. Die Übernahme muss noch von Regulierungsbehörden genehmigt werden. Webpass hat nach eigenen Angaben „zehntausende“ Kunden. Es ist auf die Anbindung von Unternehmen und größeren Wohnblöcken spezialisiert. Auch das passt zu Googles Konzept, jeweils ganze „Fiberhoods“ anzuschließen: Dieses Kunstwort setzt sich aus „neighborhood“ für Nachbarschaft oder Viertel und „fiber“ für Glasfaser zusammen.

Laut Alphabets Zahlen steuerten die Tochtergesellschaften mit Ausnahme von Google im Jahr 2015 448 Millionen Dollar Umsatz bei, während zugleich 869 Millionen Dollar in ihre Weiterentwicklung flossen. Recode zufolge steuerte Google Fiber – das trotz des Namens nicht Google, sondern direkt Alphabet unterstellt ist – davon rund 100 Millionen Dollar Umsatz bei.

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Google Fiber (Bild: Google)Dass Google Fiber zunehmend gewinnorientiert arbeitet, ließ sich im April 2016 daran ablesen, dass es eine Gratis-Internetoption in Kansas City abschaffte. Bis dahin gab es 5 MBit/s gegen Übernahme der einmaligen Installationskosten von 300 Dollar. Nutzer mussten sich bis Mitte Mai für Tarife ab 50 Dollar im Monat für 100 MBit/s entscheiden. Gratis-Internet ist nur noch für Sozialwohnungen vorgesehen.

Seit Ende März bietet die Alphabet-Tochter in den USA erstmals auch Festnetztelefonie an. Für 10 Dollar pro Monat erhalten Google-Fiber-Kunden eine Telefon-Flatrate „Fiber Phone“ für lokale und landesweite Anrufe. Für internationale Gespräche gelten dieselben Preise wie bei Google Voice. Enthalten sind auch typische Festnetzfunktionen wie Anruf halten, Anrufererkennung und Notrufservice.

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Themenseiten: Glasfaser, Google, Internet, Telekommunikation, Übernahmen

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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