Studie: Ende 2015 gab es 8,1 Milliarden medienfähige Internet-Geräte

IHS Technology zählt audiovisuelle Geräte wie Smartphone, Tablet, PC und Fernseher, aber keine Sensoren. Weltweit hat jeder Haushalt im Schnitt vier solche Geräte. Unter den ebenfalls berücksichtigten Settop-Boxen konnte sich Google Chromecast erstmals vor Apples hochpreisigem Apple TV platzieren.

IHS Technology hat einen neuen Bericht zur Internetnutzung vorgelegt. Demnach gab es zum Jahresende 2015 8,1 Milliarden mit dem Internet verbundene audiovisuelle Geräte. Die Marktforscher erfassen unter diesem Schlagwort Tablets und Notebooks, Smartphones und PCs, aber auch Fernseher und Settop-Boxen. Ebenfalls internetverbundene Industriesysteme, Spielzeuge oder auch Sensoren gehen nicht ein.

Smartphones sind unter diesen die dominierende Kategorie. Für jeden PC sind 1,8 Smartphones im Einsatz, und die Verbreitung von Tablets übertreffen sie im Verhältnis 4,6 zu 1. In Zukunft hält der Smartphone-Boom laut IHS sogar noch an. Bis 2020 soll eine weitere halbe Milliarde dieser Geräte hinzukommen. Auf jedes Tablet kämen dann 10 Smartphones.

Vernetzte audiovisuelle Geräte Ende 2015 (Diagramm: IHS)

Weltweit kommen auf jeden Haushalt vier solche internetfähige Geräte. „Die Ausbreitung von medienfähigen, vernetzten Endpunkten hat Folgen für den Medienkonsum, die Medienproduktion, Breitband-Infrastrukturen und das eigentliche Geschäft mit Netzwerk-Management sowie Traffic-Differenzierung“, sagt Merrick Kingston, bei IHS für den Bereich vernetztes Heim zuständig. „Sie treibt den Medienkonsum an, den IP-Traffic und weitere Bereiche.“

Anbietern gelingt es laut IHS unterschiedlich gut, sich an diese Gerätelandschaft anzupassen. Als besonders erfolgreich heben die Marktforscher Netflix hervor, das eine „konkurrenzlose Gerätestrategie“ fahre und einfach überall präsent sei. In den USA erreiche der Streamingdienst 339 Millionen vernetzte Geräte und somit 32 Prozent der AV-Hardware. Zudem seien die Tage exklusiver Hardwareplattformen gezählt. Auf den Endgeräten gebe es heute immer sowohl Pay-TV-Apps als auch die Streaming-App von Netflix.

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Außerdem weist IHS darauf hin, dass Google im ersten Quartal 2016 erstmals mehr Exemplare seiner Chromecast verkaufen konnte (3,2 Millionen) als Apple High-End-Settop-Boxen (1,7 Millionen). Allerdings verfolgten Apple und Google zunehmend gegensätzliche Strategien. Die vierte Generation von Apple TV für 149 Dollar (in Deutschland ab 179 Euro) fungiere als „Premium-Hub“ für digitales Video und Casual Games. Besonders attraktiv sei sie für Anwender, die ohnehin iOS nutzen. Google Chromecast für 35 Dollar (39 Euro) sei hingegen ein Schnäppchen, das portable Android-Geräte ergänze und eine separate Oberfläche überflüssig mache.

Die preiswerte Hardware von Chromecast wird übrigens angeblich auch Basis von Google Home sein, dem vernetzten Bluetooth-Lautsprechersystem und Sprachassistenten von Google. Das wären dann ein Dual-Core-Chip von Marvell und 4 GByte RAM. Die anspruchsvolle Datenverarbeitung erfolgt in der Cloud. Da Chromecast in den USA nur 35 Dollar kostet, wird Google voraussichtlich Amazon Echo zum Preis von 179 Dollar deutlich unterbieten.

[mit Material von Adrian Kingsley-Hughes, ZDNet.com]

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Themenseiten: IHS, Internet, Marktforschung, Smartphone, Tablet

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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