Mehr Titel als Prime Music: Amazon plant umfassenden Streamingdienst

Er könnte laut Reuters im Sommer oder Frühherbst starten. Der Preis von 9,99 Dollar soll dem der Konkurrenten entsprechen. Das für Prime-Abonnenten kostenlose Prime Music hat nur eine Million Titel, während Apple Music und Spotify 30 Millionen vorweisen können.

Amazon bereitet einen „normalen“ Musikstreamingdienst vor, der im Sommer oder Anfang Herbst starten könnte. Das berichtet die Agentur Reuters. Er soll 9,99 Dollar pro Monat Abogebühr kosten, wäre in Deutschland also wohl rund 10 Euro im Monat teuer, sollte er hier je starten. Das ist exakt der Preis, den auch Konkurrenten von Apple über Google und Napster bis Spotify fordern.

Amazon Prime Music (Bild: Amazon)Auch der Katalog verfügbarer Songs wäre dem der Konkurrenten ähnlich, berichtet die Agentur. Amazons aktuelles Angebot Prime Music verfügt nur über eingeschränkte Rechte, ist aber für Prime-Kunden kostenlos. Diese zahlen derzeit beispielsweise jährlich 49 Euro in Deutschland und 99 Dollar in den USA, bekommen auch Lieferungen schneller und ohne Preisuntergrenze versandkostenfrei zugestellt. Amazons Videostreaming-Angebot Prime Video ist ebenfalls inklusive.

Laut Reuters laufen die Verhandlungen mit den Musiklabels noch. Als wesentlicher Grund für den geplanten Strategiewechsel gilt das als Sprachassistent und Heimzentrale dienende Lautsprechersystem Amazon Echo samt verwandter Modelle mit den Alexa Voice Services, deren Nutzung durch einen umfassenden Amazon-Musikdienst noch einmal angeschoben werden könnte. Echo ist nur in den USA erhältlich. Es kann auch Streamingdienste von Konkurrenten wie Spotify abspielen.

Seinen Videodienst Prime Video bietet Amazon in den USA auch separat an. Damit konterte es im April das Angebot von Netflix. Allerdings liegt der Preis mit 8,99 Dollar pro Monat bei langfristiger Nutzung über den 99 Dollar Jahresgebühr für das gesamte Prime-Angebot. In den USA führte Amazon auch eine monatliche Zahlweise für das komplette Prime-Paket ein. Kunden, die sich nicht langfristig binden wollen, zahlen dann 10,99 Dollar im Monat.

ANZEIGE

Open Telekom Cloud: Ressourcen auf Abruf

Von Capex zu Opex: Mit IT-Kapazitäten aus der Cloud statt von eigenen Servern verwandeln Unternehmen gerade verstärkt starre Investitionskosten in dynamische Ausgaben, die sich dem Geschäftsverlauf anpassen – und werden damit flexibler. Immer beliebter: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aus der Open Telekom Cloud.

Apple Music und Spotify bieten derzeit laut Reuters je über 30 Millionen Songs an. Amazon Prime Music wirbt mit „über eine[r] Million Songs und tausende[n] Alben“. Das Angebot ist in Deutschland und Österreich seit November 2015 verfügbar. Auf den Amazon-Geräten Fire Tablet, Fire TV und Fire TV Stick ist es automatisch integriert; Anwender mit Android oder iOS, OS X oder Windows können per Amazon-App darauf zugreifen.

App Annie hatte Spotify im Dezember bescheinigt, beliebteste Musikstreaming-App weltweit zu sein. Es führt auch in Deutschland und nach Umsatz ebenso wie nach Downloads. In den USA liegt Pandora weiter vorne, in Frankreich dagegen Deezer. Spotify selbst meldete 74 Millionen Nutzer und mehr als 20 Milliarden Stunden Musikstreaming.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Amazon, E-Commerce, Musik, Streaming

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
Florian Kalenda
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Mehr Titel als Prime Music: Amazon plant umfassenden Streamingdienst

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *