Google startet Nearby für Android

Die Funktion schlägt hilfreiche Apps und Websites passend zum Standort des Nutzers vor. Nearby benötigt neben den Standortdiensten auch Bluetooth. Es ist für Android ab Version 4.4 KitKat erhältlich.

Google hat die Verfügbarkeit einer neuen Funktion für sein Mobilbetriebssystem Android angekündigt. Nearby schlägt basierend auf dem Standort des Nutzers hilfreiche Apps und Websites vor. Die Funktion ist Bestandteil des derzeit verteilten Updates von Google Play Dienste für Geräte mit Android 4.4 KitKat und höher.

„Die richtige App im richtigen Moment lässt Sie mehr erreichen“, schreibt Akshay Kannan, Produktmanager für Nearby, in einem Blogeintrag. „Zum Beispiel in einem Geschäft, wenn Sie einen Barcodescanner suchen, um Preise und Bewertungen für ein Produkt zu vergleichen. Oder wenn Sie in einem Museum sind, würde ein Audio-Kommentar Ihr Erlebnis bereichern, während Sie sich die Ausstellung ansehen.“

Google Nearby (Screenshot: Google)Zum Start unterstützen in den USA unter anderem die Apotheken-Kette CVS Pharmacy und die Fluggesellschaft United Airlines Nearby. Nutzer der CVS-Pharmacy-App können beispielsweise direkt von ihrem Smartphone aus Fotos ausdrucken. Die App von United Airlines liefert indes ein kostenloses Unterhaltungsprogramm, um Wartezeiten am Gate zu verkürzen.

Nearby schlägt an ausgewählten US-Flughäfen aber auch die App Mobile Passport vor, mit der sich die Zollabfertigung verkürzen lässt. Die University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana bietet ihren Besuchern eine App an, mit der sich Sehenswürdigkeiten auf ihrem Campus erkunden lassen.

Nutzer, die Nearby verwenden wollen, müssen neben den Standortdiensten auch Bluetooth aktivieren. Erkennt der Dienst eine App mit Bezug zum Standort des Nutzers, blendet er eine Benachrichtigung ein, die ihn direkt zu der App im Google Play Store führt. Nearby unterstützt nicht nur Android-Smartphones und –Tablets, sondern auch Google Cast und Smartwatches mit Android Wear.

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Nearby erkennt aber auch Websites, die Beacons für Googles Physical Web Project für Chrome nutzen. Entwickler, die eigene Beacons für Nearby implementieren wollen, finden die benötigten Informationen in einem Eintrag im Google-Developer-Blog.

Die Nearby-Programmierschnittstelle für Android- und iOS-Apps hatte Google schon im Juli 2015 eingeführt. Sie besteht aus zwei Teilen: Nearby Messages und Nearby Connections. Anwendungsentwickler können Ersteres beispielsweise dazu verwenden, um Geräte in der Umgebung zu identifizieren und ihnen Nachrichten zu schicken oder Dateien zu übertragen. Nearby Connections dient dazu, ein Gerät in einem lokalen Netzwerk zu ermitteln und eine direkte Verbindung dazu aufzubauen.

Teil der Nearby-API unter Android ist auch der iBeacon-Konkurrent Eddystone. Das plattformübergreifende Open-Source-Format für Bluetooth Low Energy Beacons erlaubt die Ermittlung des Standorts von Mobilgeräten in der Nähe sowie eine anschließende Datenübermittlung. Dabei setzt es im Gegensatz zu Apples iBeacon nicht zwingend eine dedizierte Mobilanwendung voraus.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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