Blackberry führt Email Protector und Salesforce-Support für Watchdox ein

Für Data Loss Prevention versieht es ausgehende Dateien mit einem Kopierschutz. Anhänge werden auf einem Server hinterlegt, und der Empfänger erhält nur einen Link darauf. In wenigen Wochen soll ein verbessertes Outlook-Plug-in für die Dateiverwaltung Watchdox folgen.

Blackberry hat seine Dateiverwaltungsanwendung Watchdox aktualisiert und dabei vor allem zwei neue Funktionen eingeführt. Die erste heißt „Email Protector“ und implementiert ein Digital Rights Management (DRM) auf Datei-Ebene, um E-Mails zu schützen. Die zweite ist eine Integration von Watchdox File Sync and Share für Salesforce.com und Microsoft Office Online.

Watchdox (Bild: Blackberry)Den DRM-Schutz wendet „Email Protector“ automatisch auf ausgehende E-Mails an. Administratoren können aufgrund von Faktoren wie Empfänger oder Dateityp bestimmte Aussendungen automatisch verhindern. Außerdem werden Anhänge in ein von Watchdox kontrolliertes Server-Verzeichnis gespeichert, und der Empfänger enthält statt der Originaldatei einen Link darauf, was die Kontrolle über die Daten im Unternehmen hält. Watchdox Email Protector ist ab sofort verfügbar.

Unternehmen, die mit Salesforce arbeiten, können darin ebenfalls ab sofort alle Funktionen von Watchdox anwenden. Dazu zählen Speicherung, gemeinsame Nutzung, Arbeiten an Dokumenten sowie die individuelle Sicherheitsregeln. Blackberry verspricht vollständig personalisierbare, intuitive Zugriffskontrollen. Zusätzlich lassen sich Dateien mit einem Ablaufdatum versehen oder jederzeit wiederherstellen.

Watchdox for Web ist nun in Office Online integriert, das Betrachten, Bearbeiten und Versionieren von Dokumenten also möglich, ohne den Browser zu verlassen. Änderungen werden beim Speichern automatisch mit Watchdox synchronisiert und als neue Version abgelegt.

Außerdem kündigte Blackberry ein verbessertes Outlook-Plug-in für Watchdox an, das in den nächsten Wochen verfügbar werden soll. Es unterstützt bis zu 10 GByte große Dateien. Vor allem durch die Suche vom Posteingang aus sieht Blackberry eine beträchtliche Zeitersparnis.

Die neue Watchdox-Version bringt daneben eine Vielzahl kleinerer Modifikationen, darunter einen in HTML 5 neu geschriebenen Online Viewer und genauere Zeitsteuerung für die Authentifizierung. Damit kann man beispielsweise externe Partner zu täglicher Eingabe der Log-in-Daten zwingen, während Mitarbeiter im Haus sie nur einmal pro Woche eingeben müssen. Neu ist auch eine „Easy Upload“-Funktion für Systeme mit Windows 7, 8 oder 10, auf denen Watchdox läuft: Die Anwender können dort jede Datei auf einem internen oder externen Speichermedium auswählen und sie in einen Watchdox-Arbeitsbereich oder -Unterordner laden. Auf diese Weise kann der Upload einer großen Datei zu einem bestimmten Zeitpunkt beginnen, zwischenzeitlich gestoppt und später fortgesetzt werden.

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Blackberry (Bild: Blackberry)Für Blackberry kommentierte in einer Aussendung Executive Vice President Billy Ho die neuen Funktionen: „Mit den neuen Anwendungen wird das Risiko eines Datenverlusts wesentlich minimiert. Dabei spielt es keine Rolle, auf welcher Seite der Firewall sich die Dokumente befinden. Zur Absicherung setzen wir Verschlüsselungen und nicht umgehbaren DRM-Schutz auf Datei-Ebene ein. Dieser greift immer dann, wenn Anwender synchronisierte Dokumente betrachten, bearbeiten und kommentieren.“

Watchdox liegt für die Betriebssysteme Mac OS X, Windows, Android, iOS und Blackberry 10 vor. Blackberry hatte den israelischen Anbieter im April 2015 gekauft.

Ein mit der Komponente „Email Protector“ vergleichbares System für Data Loss Prevention hatte Google im Dezember 2015 für Gmail eingeführt und im März noch einmal verbessert. Seither erfasst etwa auch eine OCR-Software den in Bildern enthaltenen Text. Enthält er bestimmte Schlüsselwörter, kann der Versand verhindert oder aufgeschoben werden.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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