Apple veröffentlicht fehlerbereinigtes iOS-Update 9.3.2 für iPad Pro 9,7 Zoll

Zuvor von der Fehlermeldung "Error 56" betroffene Nutzer können es via iTunes einspielen. Das Bugfix-Update korrigiert Fehler im Zusammenhang mit Bluetooth-Zubehör sowie MDM-Lösungen und schließt zudem 39 Sicherheitslücken. Die ursprüngliche Version hatte Apple zurückgezogen, weil sie teilweise Geräte unbrauchbar machte.

Apple hat ein fehlerbereinigtes Update auf iOS 9.3.2 für das iPad Pro mit 9,7-Zoll-Bildschirm bereitgestellt. Die erste Version musste es aufgrund schwerwiegender Probleme vor rund zwei Wochen kurz nach der Veröffentlichung in der Nacht zum 17. Mai zurückziehen.

iPad Pro mit 9,7 Zoll (Bild: Apple)Die ursprüngliche Aktualisierung auf die neueste Betriebssystemversion wurde Anwenderberichten zufolge nicht erfolgreich abgeschlossen. Stattdessen bekamen Nutzer den Fehlercode Error 56 angezeigt. Laut einer Liste mit Apples Fehlercodes steht er für ein Hardwareproblem.

Die Fehlermeldung forderte die betroffenen iPad-Pro-Besitzer auf, eine Verbindung zu einem iTunes-System herzustellen, obwohl das Update Over-the-Air installiert wurde. Die empfohlene Wiederherstellung via iTunes löste das Problem aber nicht. Manche Anwender fanden sich sogar in einer Wiederherstellungsschleife gefangen, die ihr Gerät vorerst unbrauchbar machte.

Bei der aktualisierten Version von iOS 9.3.2 mit der Build-Nummer 13F72 sollen solche Probleme nicht mehr auftauchen. Sie kann entweder Over-the-Air oder via iTunes heruntergeladen und installiert werden. Ein Support-Dokument von Apple liefert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Bei iOS 9.3.2 handelt es sich um ein Bugfix-Update für iOS 9.3. Es korrigiert nicht nur Fehler im Zusammenhang mit Bluetooth-Zubehör und Mobile-Device-Management-Lösungen, sondern schließt auch 39 Sicherheitslücken. Darunter ist etwa eine Schwachstelle in Siri, die einen unberechtigten Zugriff auf Kontakte und Fotos erlaubt.

Weitere Anfälligkeiten stecken in den Komponenten Accessibility, CommonCrypto, CoreCapture, Disk Images, ImageIO, Kernel, libc, libxml2, MapKit, OpenGL, Safari und WebKit. Sie erlauben unter anderem das Einschleusen und Ausführen von Schadcode – unter Umständen sogar mit Kernel-Rechten. Im Fall von WebKit muss ein Nutzer dafür lediglich eine manipulierte Website aufrufen. Außerdem leitet MapKit Links nun standardmäßig per HTTPS, also über eine verschlüsselte Verbindung, weiter. Darüber hinaus lassen sich der Night-Shift- und Low-Power-Modus neuerdings parallel nutzen.

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Aufgrund der geschlossenen Sicherheitslücken ist ein Update auf die neue iOS-Version grundsätzlich empfehlenswert. Nutzer, die von Error 56 betroffen waren, können ihr iPad Pro über iTunes auf Mac oder PC aktualisieren. Dabei kann es Anwenderberichten zufolge zu mehreren Neustarts des Tablets kommen.

Das iPad Pro mit 9,7 Zoll hatte Apple im März vorgestellt. Es kostet hierzulande je nach Speicher- und Konnektivitätsausstattung zwischen 689 und 1199 Euro. Vom 12,9 Zoll großen iPad Pro unterscheidet es sich durch das True-Tone-Display und eine höher auflösende iSight-Kamera.

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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