CEO Jeff Bezos: Alexa könnte Amazons viertes Standbein werden

Intern arbeiten über 1000 Angestellte an Künstlicher Intelligenz. Ein anderer Kandidat wären die Amazon Studios, die Originalinhalte für Prime Video drehen. Amazons Aktie erreichte gestern ein neues Rekordhoch von 724 Dollar.

Amazons CEO Jeff Bezos sieht großes Potenzial in dem Sprachassistenten Alexa Voice Services (AVS). Bei der Konferenz Recode Code sagte er Interviewer Walt Mossberg, Alexa habe das Potenzial, zur vierten tragenden Säule des Amazon-Konzerns zu werden. Schon jetzt seien über 1000 Mitarbeiter mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt.

Amazon-CEO Jeff Bezos (Bild: Dan Farber)Amazon-CEO Jeff Bezos (Bild: Dan Farber)Konkurrenten wie das vor zwei Wochen angekündigte Google Home oder auch Apples Siri-Ökosystem beobachtet der Amazon-Chef nach eigenen Angaben ohne Sorge. „Ich glaube, dass es eine Reihe Agenten mit Künstlicher Intelligenz in der Welt geben wird. Es wird Spezialisierungen geben, und man wird vielleicht nicht einer KI alle Fragen stellen wollen. Ich schätze, dass der Durchschnittshaushalt eine Reihe davon haben wird, aber das sehe ich als aufregende Entwicklung der von uns gepflanzten Saat. Ich arbeite gern an solchen Dingen, und das Team ist brillant.“

Als alternativen Kandidaten für die vierte Geschäftssäule nannte Bezos die Amazon Studios, die exklusive Serien und Filme für das Streaming-Angebot Prime Video drehen. Sie sollen Amazon einen Vorsprung mit Netflix geben, das auch schon mit regionaler Produktion etwa in Form einer Serie aus Deutschland begonnen hat. Die ersten drei Säulen sind übrigens das E-Commerce-Portal, das Infrastrukturangebot Amazon Web Services (AWS) und das Prime-Abonnement.

Amazons Aktie hat gerade mit 724,23 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt derzeit 341 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der aktuelle Spitzenreiter Apple ist 546 Milliarden Dollar an der Börse wert, Google steht bei 514 Milliarden Dollar.

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Die Cloud forciert Innovationen

Ohne Cloud-Technologie sähe der Alltag heute ganz anders aus. Dropbox, Facebook, Google und Musikdienste gäbe es nicht. Erst Cloud-Technologien haben diese Services ermöglicht und treiben heute Innovationen schneller denn je voran.

Google Home wird möglicherweise über den Preis mit Echo konkurrieren, da es die Hardware-Basis des nur 35 Dollar teuren Streaming-Sticks Chromecast verwendet. Google spricht aber auch von einer kompetenteren Künstlichen Intelligenz: „Home beruht auf 17 Jahren Innovation hinsichtlich der Organisation weltweiter Informationen, um Fragen zu beantworten, die für andere Assistenten schwierig zu handhaben sind“, behauptet der zuständige Manager Mario Quieroz.

Auch Apple plant angeblich ein Siri SDK und einen Amazon-Echo-Konkurrenten. Bisher schränkte die strikte Kotrolle des Siri-Ökosystems den Nutzwert ein. Mit dem SDK würde Apple seinen Sprachassistenten für Drittentwickler öffnen und so neue Anwendungsszenarien ermöglichen. Der sprachgesteuerte Heimassistent soll zugleich als Lautsprecher dienen und auch via HomeKit die Bedienung von Smart-Home-Geräten erlauben.

Siri-Erfinder Dag Kittlaus hat inzwischen einen neuen Sprachassistenten entwickelt: „Viv“. so der Name, versteht verschachtelte Fragen und auch Nachfragen. Dazu muss es nicht erneut den Zusammenhang klären. Der frühere Siri-CEO verspricht Verfügbarkeit auf einer Vielzahl von Geräten und ein offenes Ökosystem.

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Themenseiten: Amazon, Forschung, HDTV, Künstliche Intelligenz, Strategien, Streaming

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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