Tor Browser 6.0 basiert auf Firefox 45 ESR

Das neue Release unterstützt nun HTML-5-Videos auf Youtube. Als Suchmaschine haben die Entwickler DuckDuckGo voreingestellt. Code-Signing soll indes Probleme bei der Installation unter Mac OS X beheben.

Das Tor Project hat die Version 6 des Tor-Browsers veröffentlicht. Sie basiert auf dem Extended Support Release (ESR) von Firefox 45, während der Vorgänger auf Firefox 38 aufbaute. Nutzer profitieren von zahlreichen Verbesserungen, die Mozilla seitdem in seinen Browser eingearbeitet hat, darunter der Support für HTML-5-Videos auf Youtube. Darüber hinaus haben die Entwickler die voreingestellte Suchmaschine auf DuckDuckGo geändert.

Tor: The Onion Router (Bild: Tor)Letzteres war notwendig, weil die bisher verwendete Suchmaschine Disconnect keinen Zugriff mehr auf Suchresultate von Google hat. Stattdessen habe Disconnect Ergebnisse von Microsoft Bing geliefert, die qualitativ jedoch „inakzeptabel seien“, heißt es in einem Blogeintrag des Tor Project. Für DuckDuckGo habe man sich entschieden, weil deren „Ergebnisse deutlich besser sind als die, die Bing liefert“.

Eine weitere Neuerung betrifft ausschließlich Nutzer von Apple-Computern. Tor Browser 6.0 unterstützt Code-Signing für OS X. Dadurch sollen Konflikte mit der Sicherheitsfunktion Gatekeeper beseitigt werden, die zuletzt bei der Installation des Browsers auftraten.

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Darüber hinaus akzeptiert der Tor Browser keine SHA1-Zertifikate mehr. Die integrierte Update-Funktion prüft nun nicht mehr nur das Zertifikat der heruntergeladenen Update-Datei, sondern auch deren Hash-Wert. Auch ein Fix für eine DLL-Hijacking-Lücke im Windows-Installer wurde integriert.

Tor Browser 6.0 ist ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Die Herausgeber weisen auf verschiedene Einschränkungen hin, die Nutzer beachten sollten, damit ihre Privatsphäre gewahrt bleibt. Unter anderem können Plug-ins wie Flash oder heruntergeladene Dateien, wenn sie während der aktuellen Browsersitzung geöffnet werden, die tatsächliche IP-Adresse des Nutzers verraten. Auch Torrent-Anwendungen können die Anonymisierungsfunktionen des Tor-Browsers unterlaufen.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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