Fehler in WordPress-Plug-in Jetpack gefährdet mehr als eine Million Websites

Sucuri warnt vor einer Cross-Site-Scripting-Lücke in Jetpack. Sie lässt sich über speziell präparierte Kommentare ausnutzen. Ein Angreifer kann so JavaScript-Code einschleusen und unter Umständen Spam einfügen oder Besucher auf gefährliche Websites umleiten.

Der Sicherheitsanbieter Sucuri weist in einem Blogeintrag auf eine Sicherheitslücke im weit verbreiteten WordPress-Plug-in Jetpack hin. WordPress-basierte Websites, die die Erweiterung nutzen, sind anfällig für Cross-Site-Scripting (XSS). Ein Patch steht inzwischen zur Verfügung.

Jetpack bietet Funktionen zur Optimierung und Verwaltung von Websites. Es wird von Automattic entwickelt, das hinter WordPress.com und dem Open-Source-Projekt WordPress steht. Das Plug-in hat mehr als eine Millionen aktive Installationen.

WordPress (Bild: WordPress)Die XSS-Lücke lässt sich Sucuri zufolge „sehr leicht“ über WordPress-Kommentare ausnutzen. Ein Angreifer könnte also einen Kommentar hinterlassen, der Shortcode enthält, um JavaScript-Code in eine anfällige Website einzuschleusen. „Da es eine XSS-Anfälligkeit ist, könnte ein Angreifer Administrator-Konten entführen, SEO-Spam einfügen und Besucher auf gefährliche Websites umleiten“, heißt es im Sucuri-Blog.

Ein Risiko besteht allerdings nur für Seiten, die das Jetpack-Modul „Shortcode Embeds“ aktiviert haben. „Wenn Sie es nicht auf Ihrer Seite nutzen, dann sind Sie nicht von diesem Problem betroffen“, so Sucuri weiter.

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Anfällig sind einem Bericht von Computerworld zufolge angefangen bei Version 2.0 alle Jetpack-Releases seit 2012. Die Entwickler haben nun die fehlerbereinigte Version 4.0.3 veröffentlicht. Es wird über das automatische Update-System von WordPress verteilt. Der Fix ist aber auch in neuen Versionen der insgesamt 20 älteren noch unterstützten Code-Zweige enthalten: 2.0.7, 2.1.5, 2.2.8, 2.3.8, 2.4.5, 2.5.3, 2.6.4, 2.7.3, 2.8.3, 2.9.4, 3.0.4, 3.1.3, 3.2.3, 3.3.4, 3.4.4, 3.5.4, 3.6.2, 3.7.3, 3.8.3 und 3.9.7.

Erst vor wenigen Tagen hatte Sucuri das Ergebnis einer Analyse von mehr als 11.000 kompromittierten Websites veröffentlicht. Demnach dienen Hackern erweiterbare CMS-Komponenten oft als Einfallstor. Beim weit verbreiteten WordPress fanden sich auf 25 Prozent der gehackten Sites veraltete oder anfällige Versionen der Plug-ins RevSlider, GravityForms und TimThumb. Auch im Fall der aktuellen Jetpack-Lücke empfiehlt das Unternehmen, das verfügbare Update so schnell wie möglich zu installieren.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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