Samsung veröffentlicht Sicherheitsupdate für Galaxy S6 Edge

Das OTA-Update für das Galaxy S6 Edge ist 200 MByte groß. Es enthält die von Google Anfang des Monats veröffentlichten Sicherheitsupdates für Android 6.0.1. Mit der Möglichkeit, Hintergrunddaten im Energiesparmodus einzuschränken, kommt auch eine neue Funktion auf das Galaxy-Smartphone.

Samsung liefert für das freie, ungebrandete Galaxy-Smartphone S6 Edge eine Softwareaktualisierung Over the Air (OTA) aus. Das circa 200 MByte große Update, das für das S6 Edge mit G925FXXU3DPDP bezeichnet wird, enthält die von Google Anfang Mai veröffentlichten Sicherheitspatches für Android 6.0.1.

Sie schließen insgesamt 40 Schwachstellen, von denen Google zwölf als kritisch einstuft. Erneut betroffen ist die Mediaserver-Komponente, in der schon in den vergangenen Monaten immer wieder neue Lücken entdeckt wurden. Zwei Lecks im Mediaserver von Android erlauben „beim Verarbeiten von Mediendateien Remotecodeausführung auf einem betroffenen Gerät durch verschiedene Methoden wie E-Mail, Webbrowsing und MMS“. Die zehn weiteren kritischen Schwachstellen stecken in der Debugger-Komponente, Nvidias Videotreiber, Qualcomms TrustZone und WLAN-Treiber sowie im Kernel. Sie ermöglichen die Ausweitung von Zugriffsrechten.

Samsung Galaxy S6 Edge: Update (Bild: ZDNet.de)

Neben den Sicherheitsudpates bietet die Aktualisierung auch eine neue Funktion. Der Energiesparmodus erlaubt jetzt das Einschränken von Hintergrunddaten. Die entsprechende Option mit der Bezeichnung „Restrict all background data“ kann der Anwender unter Einstellungen – Akku – Energiesparmodus aktivieren. Der Energiesparmodus kann auf dem Gerät sofort oder in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Restladekapazität des Akkus (5, 15 20 und 50 Prozent) eingeschaltet werden.

Der Aktualisierungsvorgang dauert nach dem Herunterladen des Updates circa 15 Minuten. Nach der Installation erfolgt das Neuanlegen des Caches für die ART-Laufzeitumgebung, was mit „Android wird aktualisiert“ angezeigt wird. Unter Einstellungen – Geräteinformationen – Softwareinfo wird nach dem Update die aktuelle Android-Sicherheitspatch-Ebene 1. Mai 2016 angezeigt.

Samsung Galaxy S6 Edge: Update (Bild: ZDNet.de)

Nach der Stagefright-Lücke im letzten Jahr, die aufgrund ihrer Gefährlichkeit große Aufmerksamkeit erregt hatte, kündigte Samsung für Galaxy-Smartphones regelmäßige Sicherheitsupdates an. Im Unterschied zu vielen anderen Herstellern hat es es dieses Vorhaben inzwischen auch in die Tat umgesetzt. Seit einigen Monaten dürfen sich Galaxy-Anwender über regelmäßige Sicherheitsaktualisierungen freuen. Allerdings werden nur bestimmte Modelle hierfür berücksichtigt. Darunter fallen die Modelle Galaxy S5, S6, S6 Edge und S6 Edge Plus sowie Galaxy Note 4, 5 und Edge. Zudem sollen die Tablets Tab S und S2 Android-Patches erhalten. Samsung weist darauf hin, dass die tatsächlich mit Updates versorgten Geräte je nach Region und Mobilfunkanbieter variieren können.

Für den Einsatz in Unternehmen bieten die Galaxy-Smartphones mit Samsung KNOX zusätzliche Sicherheitsfeatures. Dass dem koreanischen Hersteller der Einsatz seiner Smartphones in Unternehmen besonders am Herzen liegt, unterstreicht er auch mit der Einführung des zum Mobile World Congress vorgestellten „Enterprise Device Program„. In dessen Rahmen garantiert Samsung Firmen für neue Business-Smartphones eine zweijährige Warenverfügbarkeit sowie üblicherweise monatliche Sicherheitsupdates. Nach aktuellem Stand gilt diese Regelung für die kürzlich erschienenen Flaggschiff-Modelle Galaxy S7 und S7 Edge sowie deren Vorgänger Galaxy S6 und S6 Edge. Ebenfalls eingeschlossen ist die im Januar vorgestellte Neuauflage des Mittelklasse-Smartphones Galaxy A5. Neuerdings umfasst das Programm auch das Tablet Galaxy Tab S2 (SM-T813 und SM-T819).

Tipp: Sind Sie ein Android-Kenner? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

ANZEIGE

Samsung SSD 950 PRO im Test

Samsung bietet mit der SSD 950 PRO die derzeit schnellste SSD für das Endkundensegment. In welchen Bereichen das auf V-NAND-Speicher und einer PCI-Express-Schnittstelle mit NVMe-Protokoll basierende Modell Vorteile gegenüber herkömmlichen SSDs und HDDs bietet, zeigt der ZDNet-Test.

Themenseiten: Android, Samsung, Samsung Galaxy S7, Sicherheit

Kai Schmerer
Autor: Kai Schmerer
Chefredakteur
Kai Schmerer Kai Schmerer Kai Schmerer Kai Schmerer
ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen: