Chromebooks verkaufen sich in USA erstmals besser als Macs

Im ersten Quartal wurden dort rund 2 Millionen Chrome-OS-Geräte abgesetzt. Die Mac-Verkäufe lagen IDC zufolge bei 1,76 Millionen Stück. Vor allem in US-Schulen sind Chromebooks sehr beliebt. Mit der geplanten Öffnung für Android-Apps werden sie aber auch für Unternehmen attraktiver.

Die Chromebook-Verkäufe in den USA haben im ersten Quartal erstmals die von Macs übertroffen. Das besagen zumindest aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens IDC. Wie Google im Chrome Blog mitteilt, hat sich Chrome OS damit zum am zweithäufigsten eingesetzten Betriebssystem in den Vereinigten Staaten entwickelt.

Chromebook Pixel von 2015 (Bild: Google)Normalerweise weist IDC Chromebook-Verkäufe nicht einzeln aus, doch gegenüber The Verge bestätigte Analyst Linn Huang: „Chrome OS hat Mac OS in den USA im ersten Quartal 2016 erstmals bei den ausgelieferten Stückzahlen überholt.“ Die Erfolgsgeschichte beschränke sich aber weitestgehend auf die Vereinigten Staaten.

Nach Schätzungen von IDC beliefen sich die Mac-Verkäufe in den USA im vergangenen Quartal auf rund 1,76 Millionen Stück. Chromebook-Hersteller wie Dell, HP und Lenovo sollen im gleichen Zeitraum hingegen zusammen fast 2 Millionen Geräte verkauft haben. Wie hoch die Nachfrage nach den relativ günstigen Chrome-OS-Notebooks außerhalb der Vereinigten Staaten ist, lässt sich nur schwer feststellen, weil sich die meisten Marktforscher ausschließlich auf den US-Markt konzentrieren.

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Chromebooks sind in den USA vor allem an Schulen sehr beliebt. Wie Rajen Sheth, für Google Enterprise zuständiger Produktmanager, am Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz I/O in Mountain View erklärte, machen sie über 50 Prozent der neuen Geräte in Schulen aus. Eine neue API, mit der Entwickler Zensuren- und Aufgabendaten zwischen Apps und Google Classroom synchronisieren können, soll dabei helfen, den Anteil weiter zu erhöhen.

Mit der ebenfalls auf der I/O angekündigten neuen Möglichkeit, Android-Apps nativ unter Chrome OS ausführen zu können, dürften Chromebooks auch außerhalb von Schulen zunehmend Verbreitung finden. Vor allem für Firmen werden die günstigen Chrome-OS-Geräte damit als Alternative zu Windows-Notebooks attraktiver.

In Form von Android-Apps lassen sich künftig auch Microsoft-Programme auf Chromebooks einsetzen (Bild: ZDNet.com).In Form von Android-Apps lassen sich künftig auch Microsoft-Programme auf Chromebooks einsetzen (Bild: ZDNet.com).Bisher lohnte sich der Einsatz von Chromebooks in Unternehmen meist nur, wenn zugleich auch Google Apps genutzt wurde. Doch mit dem Zugriff auf Android-Apps öffnet sich für Firmen eine Hintertür, durch die sie etwa Microsoft-Anwendungen verwenden können. Beispielsweise lässt sich Microsoft Office unter Android gut nutzen. Andere Enterprise-Anwendungen, die bisher nur für Googles Mobilbetriebssystem, nicht aber für Chrome OS verfügbar waren, stehen künftig ebenfalls auf Chromebooks bereit. Darüber hinaus dürften die Android-Apps die Offline-Nutzung von Chrome-OS-Geräten verbessern, da die meisten von ihnen auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren.

Google zufolge werden aber nur rund die Hälfte der in den vergangenen zwei Jahren eingeführten Chromebooks Zugriff auf den Play Store mit allen Android-Apps erhalten. Unternehmen, die bereits vor längerer Zeit Chromebooks angeschafft haben, könnten also Pech haben.

[mit Material von Stephanie Condon und Larry Dignan, ZDNet.com]

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Themenseiten: Chrome, Google, Mac, Notebooks

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
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7 Kommentare zu Chromebooks verkaufen sich in USA erstmals besser als Macs

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  • Am 20. Mai 2016 um 14:39 von ckOne

    Oh Oh …

  • Am 20. Mai 2016 um 16:48 von Mac-Harry

    Cool. Sehr gut! Crapware hatte doch schon immer den größten Absatz (Volumen). Apple ist doch ein Premiumanbieter. Selbst beim iPhone keine Chance gegen Android Crap! Android führt nach Quantitäten ganz eindeutig. Apple im Premiumsegment und Microsoft beliefert die Arbeitstiere, also alle, die auf „Produktivität“ stehen ;-)

    • Am 21. Mai 2016 um 13:38 von C

      Zitat: „Crapware hatte doch schon immer den größten Absatz (Volumen).“

      Verstehst Du eigentlich die Worte die Du hier schreibst?

      Gegen-Beispiel:
      x86/x64 Server Installationen haben heute den größten Server-Marktanteil und vergrößern diesen im Vergleich zu Unix-Systemen (Power, Itanium, Sparc) und IBM Host (z-Series).
      Nach Deiner Logik/Aussage kauft die Masse der User damit Crapware.
      Frag doch mal die Personen, die diese Server gekauft haben, ob sie einen Nutzen oder einen Nachteil gekauft haben. Konkret in belegbaren Zahlen, nicht in polemisierten Apfel-Slogans und Apfel-Vaporware.

      Und – weil Dein Apfel-Premium-Anbieter im Server-Segment so elitär erfolgreich war, hat er einfach seine Hardware-Produktlinie eingestellt.

      Oder: hör einfach mit dieser wirklich dummen Apfel-Propaganda auf. Die kauft Dir inzwischen keiner mehr ab. Ablenken gilt auch nicht. Die Fakten sind wie sie sind. Fakten kann man nicht „wegdiskutieren“, man kann diese nur unterschiedlich bewerten.

    • Am 21. Mai 2016 um 15:34 von Freidenker

      yepp, wie der iPod, das iPad, oder das iPhone. Crapware mit größtem Absatzvolumen (zumindest Zeitweise) ;-)
      Voller Knieschuss.

    • Am 21. Mai 2016 um 20:15 von Judas Ischias

      Klar @Mac-Harry,
      Apple liefert nur Premiumupdates aus.
      Wo allerdings die Quantitäten in den letzten Jahren heftig zugenommen haben.
      Scheint dass die Arbeitstiere nicht mehr bei Apple in der Endkontrolle sitzen, sondern irgendwelche Freizeittester, auf geringer Lohnbasis.
      Da fehlt dann doch irgendwie der Anreiz sich mal ernsthaft mit möglichen Problemen zu befassen.
      Und man muss doch schon sehr verblendet sein, um den Absatz (Volumen) als Crapware zu bezeichnen und Apple als einen Premiumanbieter.
      Na ja, immerhin hast Du mir einen lustigen Abend verschafft.;)

    • Am 22. Mai 2016 um 12:43 von C

      NACHTRAG:

      Link:
      http://www.zdnet.de/88268176/indien-verweigert-apple-gebrauchtgeraete-verkaufsgenehmigung/

      So viel zum Thema „Premium-Anbieter“…aus Schrott noch Geld machen wollen und zudem noch Billig-iPhones anbieten. Und – es war bereits der zweite Antrag von Apfel-Hersteller in Indien.

      @Mac-Harry agiert wie Pipi Langstrumpf: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Nur – mit der Realität hat das Nichts zu tun.
      @Mac-Harry: Du leidest wohl an selektiver Wahrnehmung der Realität?
      Sorry, Deine Aussagen sind reine Propaganda – und damit wertlos.

  • Am 20. Mai 2016 um 17:19 von PeerH

    Finde ich gut: Microsoft von unten und von oben in die Mangel nehmen. ;-)

    Solange Apple mit 7% Marktanteil etwa 40-50% der Gewinne einfährt, müssen sie nicht wachsen.

    Und im Billigrechner Segment kann sich ruhig Google ausbreiten. Nicht, dass mir Google sympathisch wäte, Linux ist die bessere Alternative. Aber bevor sich Windows 10 als Spyware auf Anwalts- und Arztrechnern bteit macht, ist mir ein größerer Marktanteil von Google Rechnern lieber.

    Dann kann Microsoft nicht alle Daten von mir aus den Systemen ziehen.

    Wie gesagt: Linux wäre der bessere PC Betriebssystem Ersatz. Käuft gut auf alter Hardware, und man muss nix neu kaufen.

    Von den großen Krähen ist mir dann tatsächlich Google lieber – der einzige Erfolg von Microsofts Windows 10. sie sind mit Win 10 Schnüffelweltmeister und die größere Gefahr. Eindeutig.

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