Netflix führt Bandbreitentest Fast.com ein

Er ermittelt den verfügbaren Durchsatz durch Downloads von Netflix-Servern. So lässt sich eine realistische Messung durchführen: Der Internetdienstleister T-Mobile USA hatte beispielsweise 2014 Speedtests von einer Bandbreitendrosselung ausgenommen.

Netflix hat eine Website zum Test der Internetgeschwindigkeit eines Nutzers bereitgestellt. Fast.com ist weltweit für jedermann und für Desktops ebenso wie mobile Geräte verfügbar – auch ohne Netflix-Abonnement und sogar in deutscher Sprache. Das schlichte, übersichtliche Angebot ist werbefrei.

Fast.com von Netflix (Screenshot: ZDNet.de)Dahinter verbirgt sich die Absicht, die Ursache herauszufinden, falls die Verbindung zu Netflix des Öfteren zu haken scheint. Auch können Nutzer ermitteln, ob ihre Anbindung für TV-Streaming in der gewünschten Qualität ausreicht. Netflix empfiehlt beispielsweise 5 MBit/s für HD-Streaming.

Gemessen wird ausschließlich die Downloadgeschwindigkeit von Netflix-Servern. Der Test startet automatisch, sobald man die Site im Browser aufruft. Die ermittelten Durchsätze erscheinen in grauer Schrift, solange es sich um einzelne Messergebnisse handelt. Das Endergebnis wird in Schwarz präsentiert.

Anders als bei ähnlichen Angeboten gibt es keine Upload-Tests, Pings oder Auswahl unterschiedlicher Server. Auch ein Vergleich erfolgt nicht – der Nutzer erhält nur die nackte Zahl. Für alle, die mehr wissen wollen, verlinkt Netflix auf Speedtest.net.

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In einer FAQ auf Fast.com empfiehlt Netflix regelmäßige Tests, falls man glaubt, weniger Bandbreite zu haben als dem eigentlich gebuchten Tarif entspricht: „Sollten Fast.com und andere Geschwindigkeitstests häufig eine geringere als die von Ihnen gebuchte Geschwindigkeit anzeigen, wenden Sie sich bezüglich der Ergebnisse an Ihren Internetdienstanbieter.“ Die Transparenz, die Fast.com schaffen soll, richtet sich also nicht zuletzt gegen Zugangsprovider und begegnet der Gefahr einer Netflix-Drosselung zugunsten deren eigener Streaming-Alternativen, wie es eine nicht streng gefasste Netzneutralitätsregel zulässt.

In den USA hatte T-Mobile beispielsweise für einige Zeit Speedtest-Sites gezielt von einer Bandbreiten-Drosselung ausgenommen, wie im November 2014 bekannt wurde. Das ist bei Fast.com nicht möglich, da die Downloadverbindung ja direkt auf einen Netflix-Server geht.

Netflix hat kürzlich auch Werkzeuge für Mobilgeräte eingeführt, die ein Bandbreitenmanagement ermöglichen. Unter Android und iOS kann man nun ein Datenlimit pro Stunde vergeben; Netflix passt die Bildqualität entsprechend an. Freilich ist es auch möglich, Streaming auf Situationen zu beschränken, in denen WLAN verfügbar ist.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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