Apple baut weitere Niederlassung in Indien

In Bengaluru will es lokale iOS-Entwickler schulen. Eine Million der Bewohner der Stadt sind im Technikbereich beschäftigt und 40 Prozent der Studenten an der lokalen Universität für Ingenieurswissenschaften oder Informatik eingeschrieben. Apple-CEO Tim Cook trifft diese Woche den indischen Premierminister.

Apple hat eine weitere Niederlassung in Indien angekündigt. In Bengaluru wird es voraussichtlich Anfang 2017 einen „iOS App Design and Development Accelerator“ eröffnen – also Büroräume, wo es externe Entwickler von iOS-Apps unterstützt.

Apple (Bild: Apple)Konkret verspricht das Unternehmen Hinweise zum empfohlenen Vorgehen, Programmierfortbildungen etwa zur Sprache Swift und andere Maßnahmen, die sowohl Design als auch Qualität und Leistung von iOS-Apps voranbringen sollen.

In Indien gebe es bereits zehntausende iOS-Entwickler, sagt Apple. Und Bengaluru sei ein besonderer Schwerpunkt der Start-up-Szene; eine Million der Bewohner der Stadt seien im Technikbereich beschäftigt und 40 Prozent der Studenten an der lokalen Universität für Ingenieurswissenschaften oder Informatik eingeschrieben.

Die Pressemeldung erwähnt nicht, dass Apple schon einmal ein Support-Center in Bengaluru betrieben hat, das es jedoch vor zehn Jahren aufgrund „mangelnder Servicequalität“ schloss. Seine Kerntechnologien entwickelt der iPhone-Hersteller ausschließlich in den USA.

Die Ankündigung erfolgt kurz vor dem Eintreffen von Apple-CEO Tim Cook in Indien. Bei seinem ersten Besuch des Landes seit Amtsantritt wird er mit Premierminister Narendra Modi sprechen. Anschließend reist er in Apples anderes Problemland China weiter, wo das Unternehmen vergangene Woche eine Milliarde Dollar in den Fahrdienst Didi Chuxing investierte. Seine Online-Stores für Musik und Filme sind in China vorerst weiter gesperrt.

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Im Februar 2016 hatte Apple sein erstes Entwicklungszentrum außerhalb der USA in Indien eröffnet, und zwar in Hyderabad. Dort haben sich auch Google und Microsoft angesiedelt. Apple will dort mehr als 150 Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung seines Kartendiensts beschäftigen.

Dagegen war Apple kürzlich mit einem zweiten Anlauf gescheitert, sich den Verkauf von importierter gebrauchter Hardware in Indien genehmigen zu lassen, wodurch es die für den indischen Markt relevanten Preispunkte besser treffen könnte, ohne den Wert seiner Marke zu gefährden. Apples Marktanteil in Indien liegt unter 2 Prozent. Dabei ist Indien der aktuell am schnellsten wachsende Smartphone-Markt der Welt. 80 Prozent aller Geräte werden aber für unter 10.000 Rupien oder umgerechnet 135 Euro verkauft. Auch Markenhersteller lassen sich auf Sonderpreise ein. Dennoch war Apples Absatz in Indien im Weihnachtsquartal um 76 Prozent gestiegen. CEO Tim Cook ließ daraufhin wissen, man werde mehr Energie in diesen Markt stecken.

[mit Material von Steven Musil, CNET.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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