Nutzerzahl von Samsungs Gear VR übersteigt eine Million

Das hat Oculus ermittelt. Facebook steht vor der Einführung von "360 Photos" in seinem News Feed. Parallel informiert Forrester in einem Report über Chancen durch VR für Firmen. Es erwartet, dass bis 2025 etwa acht Prozent der US-Beschäftigten brillenbasierte Technik für VR oder AR einsetzen werden.

Im April 2016 hat eine Million Anwender Samsungs Virtual-Reality-Brille Gear VR genutzt. Das sagte der Mobile-Verantwortliche der mit Samsung im VR-Bereich zusammenarbeitenden Facebook-Tochter Oculus, Max Cohen, gegenüber CNET.

Samsung Gear VR (Bild: Samsung)Cohen formulierte: „Eine Million ist eine Art magische Zahl, die dafür steht, dass viele Leute damit beginnen, diesen Bereich ernst zu nehmen. Damit ergibt es für andere wirtschaftlich mehr Sinn, hier einzusteigen.“ Er interpretiert die Zahl also als wichtigen Meilenstein für die gesamte VR-Branche.

Spiele und Unterhaltung machen derzeit den Großteil aller verfügbaren VR-Apps aus. Dem Bericht zufolge nutzt Facebook selbst Oculus-Technik, um Teilen von 360-Grad-Aufnahmen zu ermöglichen. Die Funktion wird „360 Photos“ heißen und normale Panoramen ebenso wie Google Photo Spheres und Fotos von 360-Grad-Kameras hochladen können. Im News Feed können Anwender dann hinein- und herauszoomen sowie den Ausschnitt verändern, falls sie nicht gleich ein VR-Headset einsetzen. Außerdem kooperiert Oculus mit Hulu und Discovery, um VR-Inhalte zu erstellen.

Parallel legt ein neuer Report von Forrester-Analysten nahe, dass der Zeitpunkt günstig ist, um VR-Anwendungen auch in Unternehmen einzuführen. Firmen könnten sich damit innerhalb ihrer jeweiligen Branche einen Vorsprung verschaffen. VR könne, ebenso wie Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR), die Interaktion mit Kunden verbessern, die Effizienz von Mitarbeitern steigern und durch Visualisierung Schulungen von Mitarbeitern wie Kunden vereinfachen.

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Im Interview mit ZDNet erläutert Marcel Binder, Technical Product Manager Marketing bei Samsung, die Vorteile durch den Einsatz von SSDs. Dabei geht er auch auf aktuelle Schnittstellen, Speicherdichten sowie Samsung V-NAND-Technik ein.

Als Beispiel nennt Forrester den 3D-Visualisierungsspezialisten Dassault Systèmes, der Anwendungen für Produktdesign, Herstellung und Entwicklung für die HTC Vive entwickle. HTCs Lösung ist eines der bisher anspruchsvollsten und teuersten VR-Headsets. Es konkurriert direkt mit dem Oculus Rift.

Neben HTC führt Forrester vier andere Anbieter als relevant für den Einsatz von VR in Firmen an. Es sind APX Labs mit einer Softwarelösung namens Skylight, Marxents Plattform VisualCommerce, Microsoft mit der Brille HoloLens und Sensics mit der Middleware OSVR. Die Marktforscher sagen voraus, dass 2025 14 Millionen Anwender in den USA – und somit etwa 8 Prozent der Beschäftigten – irgendeine Form von Smart Glasses, also eine brillenartige Lösung nutzen werden. Forrester-Analyst J.P. Gownder rührt allerdings schon seit einem Jahr die Trommel für AR und VR.

HTCs Virtual-Reality-Headset Vive ist in Deutschland für 899 Euro erhältlich. Der Lieferumfang umfasst neben der Brille zwei kabellose Bewegungs-Controller und zwei Lichtfeldsensoren zur Positionsbestimmung des Nutzers im Raum. Außerdem sind die VR-Anwendungen „Job Simulator: The 2050 Archives“, „Fantastic Contraption“ und „Tilt Brush“ enthalten.

Die Oculus Rift kostet 599 Dollar. Deutschland zählte mit zwölf weiteren europäischen Nationen zu den 20 Startländern. Das Paket umfasst neben Headset mit Kopfhörer und Mikro, Xbox-Controller und Tischkamera auch eine Fernbedienung. Ab 1499 Dollar bietet Oculus VR zusätzlich Pakete mit einem Komplett-PC an.

Einen deutlich günstigeren Einstieg in die VR-Spiele-Welt verspricht Sonys Playstation VR, die im Oktober für 399 Euro startet – zumal sie zusätzlich keinen teuren PC benötigt. Der wohl billigste Ansatz zum Ausprobieren von VR ist aber Googles neuerdings auch hierzulande für 20 Euro angebotenes Karton-Gestell Cardboard, das wie Samsungs Gear VR ein Smartphone als Bildschirm erfordert.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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