Bericht: Google plant Sprachassistenten Chirp noch für 2016

Angeblich wird er dem Router OnHub ähneln. Für die Konferenz Google I/O nächste Woche wird zumindest ein Update zu Googles Sprachsteuerung erwartet. Auf "OK, Google" hören bisher nur Android-Geräte und -Apps sowie die experimentelle Augmented-Reality-Brille Glass.

Google entwickelt eine Kombination aus Lautsprechersystem und sprachgesteuertem Heimassistenten im Stil von Amazon Echo, die zumindest intern Chirp heißt. Das berichtet Recode und fügt hinzu, der Marktstart seit noch fürs Kalenderjahr 2016 geplant. Eine Vorschau oder zumindest ein Update zu Googles Sprachsteuerungtechnik könnte es bereits auf der Konferenz Google I/O in der kommenden Woche geben.

Google OnHub (Bild: Google)Google OnHub (Bild: Google)Optisch wird Chirp den anonymen Quellen zufolge dem Router OnHub ähneln: Er ist wie Amazon Echo zylindrisch. Google hat eine Sprachsteuerung – die mit „Okay, Google“ aktiviert wird – bisher für seine experimentelle Augmented-Reality-Brille Glass und für Android-Geräte verfügbar gemacht. Dagegen sind die Heimautomatisierungsgeräte seiner Tochter Nest nativ nicht per Sprache steuerbar, sondern nur über die Nest-App auf einem Smartphone.

Amazon hingegen hat mit Echo, Tap und Echo Dot eine Reihe Modelle mit Alexa Voice Services (AVS) am Start. Alle drei sind nur in den USA erhältlich, werden aber von dortigen Nutzern sehr gelobt. AVS stehen auch auf Amazons Fire-Geräten und neuerdings in der iOS-App eines Drittherstellers zur Verfügung. Analysten von Consumer Intelligence Research Partners schätzen, dass Amazon um 3 Millionen Echo-Geräte verkauft hat.

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Google hatte Nest 2014 für 3,2 Milliarden US-Dollar gekauft. Es stellte zu diesem Zeitpunkt ein selbstlernendes Thermostat und einen Rauchmelder her. Als heutige Alphabet-Tochter agiert es eigenständig und hat sich wiederholt verstärkt, etwa durch eine Übernahme von Dropcam für 555 Millionen Dollar und eines Netzwerk-Hub-Herstellers namens Revolv im Oktober 2014.

Amazon Echo (Bild: Amazon)Amazon Echo (Bild: Amazon)Mit 340 Millionen Dollar Umsatz 2015 gilt seine Entwicklung jedoch als enttäuschend. Nest reagierte mit Schuldzuweisungen in Richtung Dropcam, was zu einer öffentlichen Kontroverse mit dessen Gründer führte. Und die Unterstützung der Revolv-Hubs beschloss es radikal enden zu lassen. Ein Kunde beschwerte sich: „Morgen wird mein Haus nicht mehr funktionieren.“ Nest verlor zudem zwei Führungskräfte und zahlreiche mit Dropcam gekommene Mitarbeiter.

Nests Kommunikationsprotokoll, das Thread genannt wird, liegt seit dieser Woche als OpenThread in einer quelloffenen Variante vor. Ein Partnerprogramm „Works with Nest“ gibt es seit 2014, einen eigenen Store auch für Produkte von Heimgeräte-Partnern wie GE, Hunter Douglas, iHome, Lutron Electronics, P&G und Philips Hue seit Herbst 2015.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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