Apple Music führt Studententarif zum halben Preis ein

In Deutschland sinkt die Monatszahlung somit auf 4,99 Euro. Das reduzierte Angebot kann maximal vier Jahre in Anspruch genommen werden. Für die Registrierung bei Apples Dienstleister Unidays genügt eine E-Mail-Adresse der Hochschule.

Apple hat einen Studententarif für seinen Streaming-Service Apple Music eingeführt. In einer Reihe von Ländern halbiert es den monatlichen Preis. Das heißt, dass in Deutschland 4,99 Euro statt regulär 9,99 Euro anfallen. In den USA gelten Dollar-Preise in gleicher Höhe.

Apple-Music-Logo (Bild: Apple)Allerdings ist die Dauer eines Studentenabonnements auf insgesamt vier Jahre beschränkt. Sie müssen nicht am Stück in Anspruch genommen werden, eine Unterbrechung durch ein Praktikum oder Auslandssemester ist also möglich. Die maximale Ersparnis beträgt hierzulande folglich 12-mal 5 Euro mal vier Jahre oder 240 Euro.

Die Option steht neuen Nutzern ebenso wie jenen zur Verfügung, die schon ein Abonnement haben. Auf der Infoseite zur Mitgliedschaft findet sich aktuell allerdings noch kein Hinweis darauf. Neben dem regulären Abo für 9,99 Euro wird dort nur das Familienabo für 14,99 Euro erwähnt, das bis zu sechs Personen in Anspruch nehmen können. Bei Spotify deckt das Familienabo zum gleichen Preis nur zwei Personen ab.

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Eine Änderung der Mitgliedschaft soll aber letztlich auch in den Apple-Music-Apps für Android und iOS möglich sein. Für die Überprüfung der Hochschulzugehörigkeit nimmt Apple die Dienste von Unidays in Anspruch. Über diesen Dienst ist auch schon rabattierte Apple-Hardware erhältlich. Als Nachweis genügt im Regelfall eine von der Hochschule vergebene E-Mail-Adresse.

Neben Deutschland und USA zählen Australien, Dänemark, Großbritannien, Irland und Neuseeland zu den Ländern, in denen Studenten den 50-Prozent-Rabatt bekommen. Die Neuerung gilt auch als möglicherweise erster Schritt im Rahmen einer Neugestaltung von Apple Music, die die Akzeptanz beschleunigen und die Nutzerzahlen in die Höhe treiben sollen. Eine Ankündigung ist auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni zu erwarten. Angestrebt werden eine engere Verzahnung mit dem iTunes-Download-Angebot und eine intuitivere Oberfläche. Auch zusätzliche Radio-Angebote sollen für mehr Interesse sorgen.

Den Nachteil der Cloud-Ausrichtung von Apple Music hat gerade ein Komponist zu spüren bekommen, der nach Auswertung seiner Mediathek 122 GByte an Musikdateien vermisste. Sie waren in die Cloud hochgeladen worden – einschließlich unveröffentlichter Eigenkompositionen. Da Apple das unkomprimierte WAV-Format nicht unterstützt, komprimierte Apple die Tracks und verschlechterte dadurch die Qualität. Außerdem entsprachen die Treffer nicht immer der tatsächlich in der Sammlung verfügbaren Version.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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