Spotify kauft Fan-Foto-Aggregator CrowdAlbum

Damit will es sich Musikern als Marketingwerkzeug empfehlen. Vor allem fürs "immer wichtigere Geschäft mit Touren" sei der Kontakt zum Publikum auch im Vorfeld wichtig. CrowdAlbum arbeitet mit etwa 1000 Künstlern und Veranstaltern zusammen.

Spotify hat mit CrowdAlbum ein weiteres Werkzeug für Musiker übernommen. Einen Preis nannte es nicht. CrowdAlbum sammelt Fotos und Videos von Musikveranstaltungen zu einer „visuellen Historie“ und wird daher auch als „Flickr für Musik“ beschrieben.

CrowdAlbum (Screenshot: ZDNet.de)Das 2013 gegründete CrowdAlbum mit Sitz in San Francisco hat laut TechCrunch lediglich 100.000 Dollar Finanzierung erhalten. Es sei klein, aber einflussreich, und zu den etwa 1000 Künstlern, mit denen es zusammenarbeite, zählten etwa Diplo, Death Cab for Cutie, Fallout Boy und Lil Wayne. Ältere Anwender dürften mit Namen wie Neil Young oder Duran Duran aber mehr anfangen können.

Spotifys Produktchef Charlie Hellman kommentierte: „Wir suchen jeden Tag nach Wegen, um die Verbindung zwischen Künstlern und ihren Fans enger zu machen. Die Übernahme von CrowdAlbum ist Spotifys jüngste Investition, um Künstlern Wege zum Publikum auf Spotify und anderswo zu eröffnen, besonders was die an Bedeutung gewinnenden Geschäfte mit Touren angeht.“

Das heißt, dass Spotify sich Musikern als Marketingplattform empfehlen möchte. CrowdAlbum hilft ihm aber auch, um im Wettbewerb mit anderen Streamingdiensten zu bestehen, die ebenfalls Werkzeuge für Künstler anbieten, etwa Pandora und Soundcloud. Etwas ironisch klingt der Verweis auf das mit Touren zu verdienende Geld, behaupten Musiker doch immer wieder, allein von den von Spotify gezahlten Tantiemen könnten sie nicht leben.

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Spotify (Bild: Spotify)Im Januar hatte Spotify schon Cord Project und Soundwave gekauft. Die Start-ups beschäftigten sich mit Kommunikation und Musikinteressen-Abgleich per Analytics. Möglicherweise plant Spotify communitybasierte ebenso wie algorithmische Empfehlungen und zusätzliche Möglichkeiten, sich über Musik auszutauschen. Eine Woche zuvor nahm es Songtexte in Lizenz.

Im März hatte sich der aus Schweden stammende Anbieter mit US-Musikverlagen über nicht gezahlte Tantiemen geeinigt. Er zahlt 5 Millionen Dollar Strafe – plus die ausstehenden Lizenzgebühren. Diese liegen zwischen 16 und 25 Millionen Dollar und müssen noch exakt ermittelt werden. Die Schuld gibt Spotify den vor allem in den USA oft lückenhaften Unterlagen zu den Rechteinhabern. Fakt ist aber auch, dass es Musik mit ungeklärter Rechtslage zum Streaming anbietet.

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