Youtube unterteilt Empfehlungen in seinen Apps nicht mehr

Es führt einen neuen Home-Bildschirm mit einheitlicher Text- und Bildgröße ein. Ihm liegt zugleich ein neuer Algorithmus auf Basis Künstlicher Intelligenz zugrunde. Anwender sollen "weniger, aber bessere" Empfehlungen zu sehen bekommen - auch aus abonnierten Channels.

Youtube hat den Home-Bildschirm seiner Android- und iOS-Apps überarbeitet. Statt Kategorien wie Empfehlungen, Abonnements und früher gesehenen Videos gibt es dort nun eine einheitliche Empfehlungsliste – ähnlich wie in der Webversion des Videodiensts, wenn man den Reiter Trends auswählt. Alle Empfehlungen kommen mit Standbildern in einheitlicher Größe.

Neuer Home-Bildschirm (Bild: Youtube)Der Einführung waren A/B-Test mit einer kleinen Zahl Usern vorangegangen, wie TechCrunch von Johanna Wright erfuhr, bei Youtube als Vice President fürs Programm-Management zuständig. Ein neuer Algorithmus sei die Basis. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Nutzer mehr Videos ansahen und mehr Zeit mit ihnen verbrachten. Durch diese Fortschritte benötige Youtube keine Untergliederung mehr. Auch sei das Design beliebter als das alte.

Der Algorithmus nutzt ein Deep Neural Network, ist also durch Künstliche Intelligenz lernfähig. Zudem kann er neuere Inhalte empfehlen als das frühere System: Wright zufolge finden sich bisweilen auch vor weniger als einer Stunde veröffentlichte Videos unter den Empfehlungen.

Ziel der Verbesserungen sei es, dass der Nutzer „das Gefühl hat, dass Youtube ihn versteht“, erklärte Wright auch. Er bekomme möglicherweise etwas weniger Empfehlungen zu sehen, aber besser passende. Auch abonnierte Channels würden einbezogen.

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Auf Google Play Deutschland und in Apples App Store ist das Update derzeit noch nicht verfügbar. Laut Youtubes Ankündigung deckt das Empfehlungssystem insgesamt 76 Sprachgebiete ab.

Diesen Monat hatte Youtube schon 360-Grad-Live-Videos eingeführt. Seit einem Jahr kann man solche Videos hochladen – Streaming kam nun hinzu. Die maximale Qualität von Streams wurde auf 60 fps bei 1440p erhöht. Auch Unterstützung für Spatial Audio führte Google ein, wenngleich vorerst nicht für Streams. Auch das im Februar eingeführte Custom Blurring Tool ist kein ganz gewöhnliches Werkzeug: Es erlaubt das Unkenntlichmachen von Objekten in Videos.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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