Sirin Labs sichert sich 72 Millionen Dollar zum Bau eines sicheren Smartphones

Das erste Geräte des britisch-israelischen Start-ups soll im Mai unter dem Namen "Solarin" auf den Markt kommen. Es vereint dem Anbieter zufolge die höchsten Sicherheitsstandards, mit bestmöglicher Leistung und modernem Design. Das zeigt sich auch am Preis von 10.000 bis 15.000 Dollar.

Das britisch-israelische Start-up Sirin Labs hat von Investoren 72 Millionen Dollar für die Entwicklung eines sicheren Smartphones erhalten. Laut seiner Website wird es das Gerät im kommenden Monat auf den Markt bringen. Es soll den Namen „Solarin“ tragen und sich sowohl an Führungskräfte als auch Verbraucher richten, die sich „das höchste Maß an Datenschutz und Konnektivität sowie kompromisslose Qualität“ wünschen.

Sirin Labs (Bild: Sirin Labs)Außer dem Namen ist über das Sirin-Labs-Smartphone bisher wenig bekannt. Nach Informationen von Reuters basiert es auf Googles Mobilbetriebssystem Android. Es soll militärische Sicherheitsstandards erfüllen, was eventuell auch Verschlüsselungsfunktionen einschließt.

„Anders als Mainstream-Technikfirmen, bei denen der Preis vorrangig ist, muss Sirin Labs nicht erst einige Jahre warten, bevor es seinen Kunden die fortschrittlichste Technologie bereitstellt. Wir können ihnen die Technik von morgen schon heute anbieten“, wird Sirin-Labs-CEO Tal Cohen in einer Pressemitteilung (PDF) zitiert. „Kosten beeinflussen unsere Geschäftsentscheidungen nicht, sondern optimale Funktionalität und Qualität.“

Gegenüber TechCrunch erklärte Sirin-Labs-Mitgründer und -Präsident, Mosche Hogeg, das Solarin werde mindestens 10.000 Dollar kosten. Die Spitzenkonfiguration soll für 15.000 Dollar angeboten werden. Hogeg zog in diesem Zusammenhang einen Vergleich mit dem Elektroautohersteller Tesla, der seine Fahrzeuge zunächst auch zu sehr hohen Preisen verkauft hatte, ehe diese mit der Zeit fielen.

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Zu den Investoren von Sirin Labs gehören die Firmengründer Mosche Hogeg, Kenges Rakishev und Tal Cohen sowie der chinesische Social-Networking-Anbieter Renren. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz unterhält ein Forschungs- und Entwicklungsteam in Tel Aviv, das von Fredrik Oijer, ehemals Produktdirektor bei Sony Mobile, geleitet wird. Die Fertigung erfolgt bei Sigma Connectivity im schwedischen Lund.

Sollte es Sirin Labs tatsächlich gelingen, Kunden von seinem Gerät zu überzeugen und eventuell Nutzer von Blackberrys Enterprise-Lösungen wegzulocken, könnte es auch zu einem ernsthaften Konkurrenten von Silent Circle werden. Dieses bietet unter der Marke „Blackphone“ schon länger abhörsichere Smartphones auf Basis von Android an – allerdings zu deutlich günstigeren Preisen. Das aktuelle Modell „Blackphone 2“ kostet knapp 970 Euro. Darin enthalten sind ein Jahresabo für den Dienst „Silent Phone“ zum Verschlüsseln von Anrufen und Videokonferenzen sowie 100 Minuten pro Monat für weltweite Gespräche.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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Autor: Björn Greif
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1 Kommentar zu Sirin Labs sichert sich 72 Millionen Dollar zum Bau eines sicheren Smartphones

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  • Am 26. April 2016 um 22:30 von Judas Ischias

    Hmmm….
    Was das wohl für eine Technik von morgen ist, die heute schon angeboten wird?
    Alles sehr geheimnisvoll, aber auch erstmal ganz schön teuer.

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