Lexmark geht für 3,6 Milliarden Dollar an chinesisches Konsortium

Apex Technology, PAG Asia Capital und Legend Capital zahlen 40,50 Dollar je Aktie in bar, was einem Aufschlag von 30 Prozent auf den letzten regulären Aktienkurs entspricht. Das Board of Directors von Lexmark hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Er soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein.

Lexmark hat einem Kaufangebot der chinesischen Unternehmen Apex Technology und PAG Asia Capital zugestimmt. Die Akquisition hat ein Gesamtvolumen von 3,6 Milliarden Dollar, wenn man die Schuldenlast des kriselnden Druckerspezialisten einrechnet.

(Bild: Lexmark)Pro Aktie zahlt das Konsortium, dem auch Legend Capital angehört, 40,50 Dollar in bar, was einem Aufschlag von 30 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 21. Oktober 2015 entspricht. Nach Bekanntwerden der Übernahme stieg der Aktienwert im nachbörslichen Handel um über zehn Prozent auf 38,30 Dollar gegen 14.30 Uhr.

Die Übernahmevereinbarung folgt sieben Monate nach der Ankündigung Lexmarks, sich nach strategischen Alternativen umzusehen, um sein zuletzt schwächelndes Geschäft wieder auf Kurs zu bringen. Der US-Hersteller bietet Drucker samt Zubehör und Verbrauchsmaterialien, zugehörige Services sowie auch Unternehmenssoftware an.

Er leidet allerdings schon länger darunter, dass Verbraucher zunehmend von PCs auf Mobilgeräte umsteigen und die Nachfrage nach herkömmlichen Druckern stetig abnimmt. Auch aus diesem Grund entschied sich der Konzern, verstärkt auf den Enterprise-Markt zu setzen. So übernahm er im März letzten Jahres den Business-Process-Management-Spezialisten Kofax für eine Milliarde Dollar.

Diese Strategie brachte aber offenbar nicht den gehofften Erfolg. Für das vierte Quartal 2015 meldete Lexmark einen Umsatz von 969 Millionen Dollar. Unterm Strich stand ein Aktienverlust von 0,17 Dollar.

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Reuters hatte schon Anfang des Monats berichtet, dass Apex mit Lexmark über einen Verkauf spreche. Die offizielle Bestätigung zeigt nun, dass gleich mehrere Investoren daran beteiligt sind.

Das Board of Directors von Lexmark hat der Vereinbarung bereits einstimmig zugestimmt, wie es in einer Mitteilung heißt. Laut den ausgehandelten Bedingungen wird CEO Paule Rooke das Unternehmen auch nach Abschluss der Übernahme weiterhin leiten. Hauptsitz soll Lexington im US-Bundesstaat Kentucky bleiben. Die deutsche Tochter des Konzerns hat ihre Zentrale erst im September 2015 von Dietzenbach nach Neu-Isenburg verlegt.

„Dieser Kaufabschluss ist der Höhepunkt eines ausgiebigen Prüfprozesses durch das Board of Directors und der nächste Schritt zum Wachstum und zur Transformation von Lexmark“, kommentierte Jean-Paul Montupet, Vorsitzender des Aufsichtsgremiums. „Wir gehen davon aus, dass die Transaktion unseren Geschäftsbetrieb oder unsere laufenden Sparmaßnahmen nicht stören, sondern nur unser Geschäft stärken wird.“

Der Abschluss der Akquisition ist vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden für das zweite Halbjahr 2016 geplant. Danach wird Lexmarks Stammaktie nicht mehr am New York Stock Exchange gehandelt werden.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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