Hamburg startet Probebetrieb für freies WLAN in der Innenstadt

Zunächst wird nur ein kleines Gebiet zwischen Jungfernstieg und Thalia Theater versorgt. Bis Jahresende sollen jedoch mehr als 150 Zugangspunkte die gesamte Innenstadt versorgen. Nutzer können sich gratis in das Netz mit der Kennung "MobyKlick" einwählen und dann 24 Stunden online gehen.

Die Hansestadt Hamburg hat den Probebetrieb für ein kostenloses WLAN-Netz in der Innenstadt gestartet. Am heutigen Donnerstagmittag wurden in einem kleinen Gebiet zwischen Jungfernstieg und Thalia Theater die ersten von der Firma willy.tel und Stromnetz Hamburg installierten Zugangspunkte freigeschaltet, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Über sie können Nutzer sich ab sofort für 24 Stunden ins Internet einwählen. Dazu ist ein vierstelliger Zugangscode erforderlich, der per SMS aufs Smartphone geschickt wird.

Kostenloses WLAN (Bild: Shutterstock)Ein Geschwindigkeitstest zur Eröffnung ergab dem Zeitungsbericht zufolge eine Downloadrate von 142 MBit/s. Insgesamt sollen Bürgern und Touristen Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s zur Verfügung stehen, wie willy.tel-Geschäftsführer Bernd Thielk versprach. Ihm zufolge können sich bis zu 500 Nutzer gleichzeitig in einen der Access Points mit der Kennung „MobyKlick“ einwählen. Die Zahl der Zugangspunkte in der Innenstadt soll bis Jahresende auf über 150 steigen, sofern bis dahin die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen.

Ein Vorteil der in Hamburg eingesetzten Lösung gegenüber herkömmlichen Hotspots besteht Thielk zufolge darin, dass sich Anwender nur einmal anmelden müssen, und dann das gesamte zusammenhängende WLAN-Netz nutzen können. Sonst sei es üblich, dass man sich bei jedem Access Point neu einloggen muss.

Ursprünglich sollte das Netz schon vor rund einem Jahr in Betrieb gehen, was jedoch an einer mangelnden Stromversorgung scheiterte. Der Plan, die Drahtloszugangspunkte zum Glasfasernetz an Laternenpfählen anzubringen, war nicht umsetzbar. Letztlich sorgte die städtische Stromnetz Hamburg GmbH mit extra entwickelten Netzverteilerstationen für die nötige Energieversorgung.

Verdienen will der Anbieter willy.tel an dem WLAN-Netz, indem er Geschäften, Cafés und Restaurants gegen Gebühr daran anbindet. Diese könnten so ihren Kunden auch in Innenräumen kostenlosen Internetzugang bieten. Wie bei ähnlichen Hotspot-Angeboten von Telekom, Vodafone, Unitymedia oder NetCologne übernimmt willy.tel die Störerhaftung, sodass Firmen keine rechtlichen Probleme bei illegaler Internetnutzung durch ihre Kunden befürchten müssen.

Auch die Hamburger Hochbahn experimentiert mit kostenfreien WLAN-Zugängen. Am kommenden Donnerstag soll der Probebetrieb in Bussen und zwei U-Bahnstationen starten.

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