Microsoft und Samsung unterstützen Facebooks Entwicklungs-Framework React Native

Entwickler können demnächst darauf basierende native Apps für Windows-10-Geräte, einschließlich Xbox One und HoloLens, sowie für Samsung-Fernseher mit Tizen OS erstellen. Facebook hat zudem ein SDK für React Native veröffentlicht, mit dem sich Social-Media-Funktionen plattformübergreifend in Apps integrieren lassen.

Mit Microsoft und Samsung hat Facebook zwei neue Unterstützer für sein Entwicklungs-Framework React Native gewinnen können. Es erlaubt das Programmieren nativer Anwendungen auf Basis der freien JavaScript-Bibliothek React.

React Native (Bild: Facebook)Ursprünglich hatte Facebook React Native zum Erstellen von Benutzeroberflächen entwickelt. 2015 machte es das Framework quelloffen. Mit ihm können Entwickler native Mobilanwendungen erstellen, die auf mehreren Plattformen – inklusive Android und iOS – lauffähig sind. Allerdings handelt es sich nicht um ein sogenanntes „Write once, run anywhere„-Framework, mit dem sich einmal erstellte Apps ohne Änderungen am Code auf jeglichen Plattformen einsetzen lassen. Stattdessen konzentriert sich React Native auf die spezifischen Funktionen jeder einzelnen Plattform.

Microsoft erweitert das Framework um Support für die Universal Windows Platform (UWP) und macht so React-Native-Apps für alle Windows-10-Geräte verfügbar, einschließlich PCs, Mobilgeräte, Xbox One und die Augmented-Reality-Brille HoloLens. „Für Windows-App-Entwickler stellt dies auch eine Möglichkeit dar, React-Native-Komponenten in ihre bestehenden UWP-Apps einzubetten und sich die Entwicklungswerkzeuge sowie Programmierparadigmen von React Native zunutze zu machen“, schreibt Microsoft-Entwickler Eric Rozell in einem Blogbeitrag.

Microsoft plant auch Open-Source-Tools und Services, die Entwicklern beim Erstellen von React-Native-Apps helfen sollen. Für Visual Studio Code, Microsofts kostenlosem Editor zur Entwicklung plattformübergreifender Webanwendungen, liegt bereit eine React-Native-Erweiterung vor.

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„Die heutigen Ankündigungen und Veröffentlichungen sind nur der Anfang. Dieses Release liefert grundlegende Plattform-Unterstützung in einem eigenständigen GitHub-Repositorium. Künftig werden wir zusätzliche Funktionen hinzufügen und unsere Implementierung in Einklang mit dem originalen Projekt bringen“, so Microsoft. Aktuell verwendet es für seine UWP-React-Native-Implementierung seine Chakra-Engine als JavaScript-Laufzeit.

Außer für Windows 10 wird React Native demnächst auch für Samsungs Betriebssystem Tizen verfügbar sein, das etwa auf den Smart-TVs der Koreaner zum Einsatz kommt. React-Native-Entwickler werden also bald Anwendungen für Samsungs Fernseher schreiben können, wie Christine Abernathy, Developer Advocate von Facebooks Open Source Team, auf der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco ankündigte.

Parallel hat Facebook ein Software Development Kit (SDK) für React Native veröffentlicht. Mit ihm sollen Anwendungsentwickler einfacher und schneller soziale Funktionen wie Anmelden, Teilen, App-Analytics und Graph APIs plattformübergreifend integrieren können.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Themenseiten: Anwendungsentwicklung, Facebook, Microsoft, Samsung, Soziale Netze

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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