Authentifizierungsprotokoll für USB Typ C soll vor „schädlichen“ Geräten schützen

Beispielsweise können falsch verdrahtete USB-Typ-C-Kabel Endgeräte beschädigen, was durch die neue Spezifikation ausgeschlossen werden soll. Die Authentifizierung erfolgt zum Zeitpunkt der Verbindung, bevor Strom oder Daten übertragen werden. Dank ihr lassen sich auch Richtlinien zum Zugriff auf USB-Geräte festlegen.

Die USB 3.0 Promoter Group hat ein Authentifizierungsspezifikation für USB Typ C veröffentlicht, welche die kryptographische Authentifizierung von darauf basierenden Lade- und Endgeräten definiert. Das neue Protokoll soll somit das Risiko von möglichen Beschädigungen durch nicht standardkonforme Geräte abschwächen. Solche können etwa durch fehlerhafte USB-Typ-C-Kabel auftreten, die falsch verdrahtet sind oder richtig dimensionierte Widerstände vermissen lassen. Aus diesem Grund hatte Amazon Ende März solche Kabel aus seinem Marktplatz verbannt.

USB Typ C (Bild: James Martin/CNET)„Durch die Verwendung dieses Protokolls können Hostsysteme die Authentizität eines USB-Geräts beziehungsweise USB-Ladegerätes bestätigen, darunter Produktaspekte wie Deskriptoren-/Funktionen- und Zertifizierungsstatus“, heißt es in einer Pressemitteilung der USB 3.0 Promoter Group. Dies geschehe rechtzeitig zum Zeitpunkt der Kabelverbindung, also bevor Strom aus einer ungeeigneten Quelle oder Daten übertragen werden. Vereinfacht ausgedrückt kann ein zertifiziertes USB-Gerät einem Endgerät verschlüsselt mitteilen, dass seine Nutzung ungefährlich ist.

Die Prüfung soll auch vor in USB-Geräte eingebettete betrügerische Hardware oder Software schützen, die eine Verbindung unerlaubt nutzen wollen. Beispielsweise können Reisende, die Bedenken haben, ihr Smartphone via USB an einem öffentlichen Terminal zu laden, es künftig so einrichten, dass es nur über zertifizierte USB-Geräte zu laden ist. Ebenso sind Unternehmen in der Lage, ihre PCs so zu konfigurieren, dass ausschließlich verifizierte USB-Speichergeräte darauf Zugriff haben.

„USB hat sich als erste Wahl für den Anschluss und das Aufladen von Geräten bewährt“, kommentiert Brad Saunders, Chairman der USB 3.0 Promoter Group. „Als Antwort auf die wachsende Anzahl von USB-Typ-C-Systemen erkannten wir schon früh den Bedarf an einer Lösung, die die Integrität einer USB-Schnittstelle erweitert. Das neue USB Typ-C-Authentifizierungsprotokoll stattet Erstausrüster mit den geeigneten Tools aus, um sich gegen ’schlechte‘ USB-Kabel, -Geräte und nicht konforme USB-Ladegeräte zu schützen.“

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Das neue Protokoll unterstützt die Authentifizierung über einen USB-Datenbus oder über USB-Power-Delivery-Kommunikationskanäle. Die Verbindung ist dabei mit 128-Bit verschlüsselt. Produkte, die das Authentifizierungsprotokoll verwenden, behalten laut USB 3.0 Promoter Group die Kontrolle über die umzusetzenden und einzuführenden Sicherheitsrichtlinien.

Parallel hat die USB 3.0 Promoter Group eine überarbeitete und eine neue Spezifikation für Entwickler veröffentlicht. USB Power Delivery 3.0 (USB PD) erweitert die vorherige Spezifikation 2.0 um zusätzliche Funktionen. Dazu gehört die Möglichkeit zum authentifizierten Nachrichtenverkehr über den USB-PD-Kommunikationskanal für Standard-USB-auf-USB-Typ-C-Kabel. Die neue USB-Typ-C-Bridging-Spezifikation erlaubt Bridging-Meldungen von und zu einer USB-PD-Schnittstelle über den USB-Datenbus. Das Bridging-Verfahren ermöglicht einen USB-Host, um etwa mit der USB-PD-Schnittstelle eines Downstream-Ports in einem angeschlossenen USB-Hub zu kommunizieren.

Themenseiten: Authentifizierung, Security, USB

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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