Facebook kündigt Bots für Messenger an

Sie sollen beispielsweise Wetter- und Verkehrsupdates liefern und im Kundenservice zum Einsatz kommen. Die Bots basieren auf einer Technik der Facebook-Tochter Wit.ai. Sie sind zudem Teil der neuen Facebook Messenger Platform.

Facebook hat am ersten Tag seiner Entwicklerkonferenz F8 die Facebook-Messenger-Plattform vorgestellt. Sie beinhaltet Bots, die Nutzer künftig mit unterschiedlichsten Informationen versorgen sollen. Sie sollen von „typischen Nachrichten-Abonnements wie Wetter- oder Verkehrsupdates bis hin zu Aufgaben aus dem Kundenservice wie die Übermittlung von Rechnungen, Versandbestätigungen und automatisierten Antworten in Echtzeit reichen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Dafür erweitert Facebook auch die Programmierschnittstellen „Senden“ und „Empfangen“ des Messengers. Sie sollen künftig nicht nur Text unterstützen, sondern auch den Austausch von Bildern und interaktiven Inhalten ermöglichen, um die Interaktion mit Nutzern zu verbessern.

CEO Mark Zuckerberg hat auf der Entwicklerkonferenz F8 auch die Roadmap für die nächsten zehn Jahre vorgestellt (Bild: Facebook).CEO Mark Zuckerberg hat auf der Entwicklerkonferenz F8 auch die Roadmap für die nächsten zehn Jahre vorgestellt (Bild: Facebook).

Die Messenger Platform liegt ab sofort als Betaversion vor. Interessierte Entwickler und Unternehmen haben Zugriff auf Unterlagen für die Entwicklung von Bots, die sie Anschließend zur Überprüfung einreichen können. Nach Unternehmensangaben ist es auch möglich, aus Anzeigen im News Feed heraus einen neue Messenger-Konversation zu starten. Unternehmen sollen zudem künftig in der Lage sein, Facebook-Nutzer ihren Kunden zuzuordnen um beispielsweise sonst per SMS verschickte Benachrichtigungen dann über Facebook zu versenden.

Die Bots entwickelt wiederum die Facebook-Tochter Wit.ai. „Die Verfügbarkeit von Wit.ais Bot Engine erlaubt es Entwicklern, komplexere Bots zu erstellen, die Absichten anhand von natürlicher Sprache erkennen und ständig lernen, um im Lauf der Zeit besser zu werden“, so Facebook weiter.

Facebook öffnet aber auch die Programmierschnittstelle seines Streaming-Angebots Facebook Live für Entwickler. Die Live API soll Anbietern von Inhalten und Nutzern neue Wege eröffnen, um über Facebook in Echtzeit zu interagieren.

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Hürden bei der Anmeldung soll das Account-Kit abbauen. Es ermöglicht Nutzern, sich mit einer Telefonnummer oder einer E-Mail-Adresse in neuen Apps anzumelden. Quote Sharing wiederum ist eine neue Funktion, um Zitate aus dem Web oder aus Apps mit Facebook-Freunden zu teilen. Neu ist auch das für Drittanbieter-Apps erhältliche Profile Expression Kit. Damit lassen sich laut Facebook mit „nur wenigen Klicks lustige personalisierte Profil-Videos erstellen“. Zum Start stehen die Apps Boomerang von Instagram, Lollicam, BeautyPlus, Cinemagraph Pro von Flixel, MSQRD und Vine zur Verfügung.

Facebook hat aber auch eine 360°-3D-Kamera namens Facebook Surround 360 vorgestellt. Sie verfügt über 17 einzelne Kameras, deren Videomaterial über eine Stitching-Technologie nahtlos miteinander verbunden wird. „Das ermöglicht eine enorme Einsparung von Aufwand und Zeit in der Nachbearbeitung.“ Die Designspezifikationen und den Code der Stitching-Technologie will Facebook im Sommer auf GitHub zur Verfügung stellen.

Facebook Surround 360 (Bild: Facebook)Facebook Surround 360 (Bild: Facebook)

Zur Eröffnung der Konferenz präsentierte CEO Mark Zuckerberg die Strategie für die nächsten zehn Jahre. In den kommenden Jahren will sich das Unternehmen demnach auf die Bereiche Video, Suche und Gruppen sowie die Apps Messenger, WhatsApp und Instagram konzentrieren. Langfristig steht die Weiterentwicklung von Technologien wie künstliche Intelligenz und Virtual Reality sowie Augmented Reality im Mittelpunkt. Facebook hält aber auch an seinen Plänen zur Verbesserung der Konnektivität fest, darunter das Projekt Free Basics und die Internetversorgung per Drohnen und Satelliten. Weitere Details des 10-Jahres-Plans will Facebook am heutigen zweiten Tag der Entwicklerkonferenz diskutieren.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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