Neue Facebook-App-Oberfläche soll wieder für mehr Sharing sorgen

Laut The Infomation sind persönliche Beiträge innerhalb eines Jahres um 21 Prozent zurückgegangen. Für private Kommunikation kommen zunehmend Messenger zum Einsatz. Ein spezielles Facebook-Team arbeitet diesem Trend entgegen.

Facebook hat das Problem, dass seine Nutzer immer weniger Inhalte – Texte, Bilder oder Videos – einstellen. Das berichtet The Information. In einem Facebook-Live-Video (ab Minute 7) zeigte CEO Mark Zuckerberg aber bereits eine neue App-Oberfläche, die genau dieses Problem angeht, da sie die Eingabebox stets geöffnet in den Mittelpunkt rückt.

Icon Facebook für iOS (Bild: Facebook)Tippt man auf diese Eingabebox, erscheint sofort eine Liste der verfügbaren Optionen wie Texteingabe, Foto aufnehmen oder ein Live-Video starten. Inhalte lassen sich also schneller erstellen, und das System wirkt auch einladender, wie The Verge anmerkt. Laut Zuckerberg handelt es sich um eine intern getestete neue Oberfläche, „mit der wir herumspielen.“ Nicht alles davon werde sich letztlich durchsetzen.

Facebook bestätigte, dass es das Sharing „dynamischer und spaßiger“ machen wolle und dass manche US-Nutzer die Oberfläche bereits in der Android-App vorfinden können. Dort fehlen aber noch einige neue Optionen, über die Zuckerbergs interne Version verfügt, nämlich einen GIF-Button (wohl für die Suche nach animierten GIFs wie in Facebook Messenger), für Musik und für Diashows. Was genau Facebook in diesen Bereichen plant, ist nicht bekannt.

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The Information hatte berichtet, das Sharing auf Facebook sei von Mitte 2014 auf Mitte 2015 um 5,5 Prozent zurückgegangen. Persönliche Beiträge, also eigene Gedanken und Fotos, seien um 21 Prozent weniger geworden. Der Publikation zufolge hat Facebook ein spezielles Team zusammengestellt, um diesem Trend entgegenzuwirken – schließlich sieht es sich als Medium, um Freunde in Kontakt zu halten.

Am ehesten stellen Facebook-Nutzer noch Nachrichten oder andere Informationen von Websites ein. Möglicherweise setzt sich eine gewisse Vorsicht durch, persönliche Informationen öffentlich zu machen. Jedenfalls scheint die persönlichen Kommunikation zunehmend über Messenger wie den von Facebook selbst, Snapchat oder WhatsApp (ebenfalls von Facebook) zu laufen. Eine Quelle von Bloomberg bezeichnet diesen Prozess als „Context Collapse“.

Auch Facebooks Live-Video-Initiative von vergangener Woche zielt auf mehr persönliche Inhalte ab – noch dazu solche, die sich besonders als Werbeumfeld eignen. So wurden Gruppen-Unterstützung, Filter und eine Zeichenmöglichkeit für Videostreams eingeführt. Über ein Video-Portal innerhalb der App und eine Karte lassen sich Übertragungen leichter finden. Auch räumte Facebook ein, dass es Verlagspartner für die Live-Nutzung bezahlt.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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