iFixit: Bildschirm des iPhone SE identisch mit 5S

Als Nachweis baute iFixit ein 5S-Display in das zerlegte SE-Modell ein, was einwandfrei funktionierte. Dagegen lässt sich der etwas leistungsfähigere neue Akku nicht im alten Modell einsetzen: Der Anschluss wurde modifiziert. iFixit vergibt 6 von 10 Punkten für Reparierbarkeit.

Nach Chipworks hat auch iFixit einen Zerlegebericht samt Komponenten-Analyse zum iPhone SE vorgelegt. Ihm zufolge ist der Bildschirm des 4-Zoll-Modells mit dem des Vorgängers 5S austauschbar. Auch Lautsprecher, SIM-Karteneinschub und Vibrationsmotor des letzten Modells dieser Größe wurden beibehalten.

Als Nachweis baute iFixit ein 5S-Display in das zerlegte SE-Modell ein, was einwandfrei funktionierte. Wie schon von Chipworks angemerkt, sind der innere Aufbau und auch das Layout der Platine identisch.

iPhone SE zerlegt (Bild: iFixit)iPhone SE zerlegt (Bild: iFixit)

Auf die wichtigsten Verbesserungen hat Apple natürlich schon bei seiner Präsentation in Cupertino vor eineinhalb Wochen hingewiesen. So wurde die Kamera von 8 Megapixeln auf 12 Megapixel verbessert. Die technischen Daten des Bildsensors stimmen zwar mit denen des 4,7-Zoll-Modells iPhone 6S überein, nicht jedoch die Technik. Ein Fotovergleich könnte hier weitere Aufschlüsse bringen.

Neu sind gegenüber dem Modell 5S von 2013 der auch im 6S verbaute Prozessor Apple A9 und das NFC-Modul NXP 66V10, das Bezahlen mit Apple Pay ermöglicht. Zudem verwendet Apple einige mit dem iPhone 6 eingeführte Anschlusstypen und dichtet diverse Verbindungen zusätzlich mit Silikon ab. Auch der Aufbau des Lightning-Anschlusses hat sich geändert.

Die verlängerte Akkulaufzeit ist iFixit zufolge einem etwas leistungsfähigeren Akku geschuldet, der 1624 mAh statt zuvor 1560 mAh liefert. Ein Austäusch zwischen den beiden Modellen ist übrigens nicht möglich, da der Anschluss modifiziert wurde.

Wie üblich bewertet iFixit die Reparierbarkeit des zerlegten Geräts auf einer Skala, die bis zehn Punkte reicht. Es vergibt sechs Punkte, da der Zerlegevorgang mit der Demontage des Bildschirms beginnt, was grundsätzlich das Ersetzen eines defekten Displays erleichtert – und das ist ein typischer Schadensfall bei Smartphones. Auch kann man den Akku relativ leicht erreichen, wenn er auch nicht gerade vom Durchschnittsuser austauschbar ist.

Negativ geht in die Bilanz ein, dass beim Abnehmen des Displays bei einer kleinen Ungeschicklichkeit das kurze Touch-ID-Kabel abreißen kann. Auch verwendet Apple weiter proprietäre Pentalobe-Schrauben, was das Öffnen erschwert. Grundsätzlich lasse sich das neue Modell aber durchaus zerlegen, wenn man wisse, wie es aufgebaut ist, sagt iFixit. iPhone 5, iPhone 6 und 6 Plus hatten je sieben von zehn Punkten für Reparierbarkeit erhalten, während die iPad-Tablet-Reihe traditionell höchstens drei Punkte erhält.

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Nachdem die exakten Komponenten nun bekannt sind, werden in Kürze Berechnungen des Hardwarepreises erwartet, die einen Rückschluss zulassen, ob das iPhone SE Apple eine geringere Marge beschert als hochpreisigere Modelle. Die 16-GByte-Variante kostet beispielsweise in Deutschland 489 Euro. Ein iPhone 6S mit dieser Speichergröße kostet 744,95 Euro – ein Unterschied, der nur durch den etwas kleineren Bildschirm (4 statt 4,7 Zoll) nicht zu erklären ist.

Obwohl Apple im Vergleich zu Samsung nach Stückzahlen mit 14,5 Prozent einen kleineren Anteil am Smartphonemarkt erreicht, streicht der iPhone-Hersteller 94 Prozent der gesamten Gewinne ein. Der Rest entfällt auf den koreanischen Konkurrenten, der nach Stückzahlen auf einen Marktanteil von 24,5 Prozent kommt. Andere Hersteller verdienen laut einer Studie des Analysten Mike Walkley von Canaccord Genuity vom November 2015 mit dem Verkauf von Smartphones kein Geld. Zusammen erreichen die beiden Marktführer einen Anteil von 105 Prozent bei den Profiten. Der Wert über 100 Prozent resultiert aus der Tatsache, dass andere Hersteller Verluste verzeichnen.

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Themenseiten: Apple, Displays, Prozessoren, Smartphone, iFixit, iPhone

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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