Google VR View ermöglicht 360-Grad-Ansichten in Apps und Websites

Entwickler sollen damit "immersive Inhalte" ganz einfach bei Android, iOS und im Web einbetten können. Ein Cardboard-SDK steht jetzt mit identischen Features auch für iOS bereit. In Webseiten lassen sich Virtual-Reality-Ansichten mit Hilfe von iFrames einbetten.

Google stellt mit VR View eine einfache Methode bereit, „immersive Inhalte“ bei Android, iOS und im Web einzubetten. Die VR-Ansichten nehmen 360-Grad-Fotos oder -Videos auf und verwandeln sie in interaktive Erfahrungen, die auf einem Smartphone, mit einem Cardboard-Viewer oder auf dem Desktop-PC zu betrachten sind.

Google Cardboard (Bild: Google)Entwicklern verspricht Produktmanager Nathan Martz in einem Blogeintrag, dass sie eine VR-Ansicht mit dem aktuellen Cardboard-SDK und ein paar Codezeilen in ihren nativen Apps einbauen können. Das Software Developer Kit steht jetzt nicht mehr nur für Android, sondern mit identischer Funktionalität auch für iOS bereit. „VR ist großartig für Unterhaltungsbelange“, zitiert TechCrunch den Google-Manager. „Aber damit VR so transformativ sein kann, wie wir es alle erhoffen, muss es auch nützlich sein.“

Bei Webseiten soll sich eine VR-Ansicht einfach einbetten lassen, indem ein iFrame eingefügt wird. Auf GitHub stellt der Internetkonzern dafür quelloffene HTML- und JavaScript-Elemente mit einer Anleitung bereit. Unterstützung finden aktuelle Versionen von Chrome, Safari, Firefox und IE 11 – bei den Betriebssystemen sind Windows, OS X, Linux, Android sowie iOS dabei.

Als nützlich empfiehlt Martz einzubettende VR-Ansichten etwa bei Reise- und Immobilienangeboten: „Reise-Apps enthalten vielleicht Fotos von Schildkröten, aber das ist nichts im Vergleich dazu, durch das offene Meer zu schwimmen. Immobilien-Websites beschreiben vielleicht das Esszimmer, aber das ist weit von einem echten Rundgang durch das Haus entfernt. Für Entwickler können immersive Elemente den Unterschied zwischen mau und magisch ausmachen.“

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Im Januar meldete Google 5 Millionen ausgegebene Cardboard-VR-Gestelle innerhalb von 19 Monaten. Sie wurden teilweise verkauft oder auch an Entwickler verschenkt. Die Zahl verfügbarer Apps in Google Play überstieg bereits 1000 – und sie führten zu über 25 Millionen Downloads durch Cardboard-Nutzer. Die Virtual-Reality-Fassung Google Cardboard besteht im Original aus Karton, woher sich der Name ableitet. Sie nimmt ein Smartphone als Bildschirm auf.

Clay Bavor, seit der Cardboard-Vorstellung auf der I/O-Konferenz 2014 für dessen Entwicklung verantwortlich, steht inzwischen als Vice President Virtual Reality einem eigenen VR-Geschäftsbereich vor. Angeblich entwickelt Google jetzt ein Virtual-Reality-Headset, das ohne eingesetztes Smartphone oder angeschlossene Computer beziehungsweise Spielekonsole auskommt. Außerdem soll noch in diesem Jahr ein direkter Cardboard-Nachfolger in den Handel kommen.

Themenseiten: Apps, Google, Software, Virtual Reality, Webentwicklung

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