Apple veröffentlicht Safari Technology Preview für Entwickler

Sie erhalten damit Zugriff auf die neuesten Funktionen und Verbesserungen der zugrunde liegenden WebKit-Engine. Anders als die Nightly-Builds von WebKit unterstützt die Technology Preview auch iCloud-Funktionen wie die Synchronisation von Verlauf und Lesezeichen. Sie lässt sich parallel zur Standardausgabe von Safari installieren.

Ähnlich wie Google für Chrome bietet Apple ab sofort eine Entwicklerversion seines Browsers Safari an, mit der Nutzer die neuesten Funktionen und Verbesserungen der zugrunde liegenden WebKit-Engine frühzeitig testen können. Die durch ein lilafarbenes Icon gekennzeichnete Safari Technology Preview steht ab sofort auf Apples Developer-Website bereit, lässt sich aber auch ohne Entwicklerkonto herunterladen.

Safari Technology Preview (Bild: Apple)Die Entwicklerversion kann unter OS X 10.11.4 El Capitan oder neuer parallel zur Standardversion von Safari installiert und auf Wunsch als Standardbrowser festgelegt werden. Verlauf, Lesezeichen, Cookies und Cache werden separat lokal gespeichert. Einmal installiert, lässt sich die Preview-Version automatisch via Mac App Store aktualisieren.

Die Safari Technology Preview unterstützt auch iCloud-Funktionen, die in den üblichen Nightly-Builds von WebKit nicht enthalten sind. Dazu zählt etwa die Synchronisation des Browserverlaufs oder der Lesezeichen. Generell wird die Technology Preview umfangreicher getestet als die Nightly-Versionen und soll sich somit auch von Entwicklern als primärer Browser verwenden lassen.

Ähnlich handhabt Google es bei Chrome. Der Internetkonzern bietet schon lange mehrere Versionen seines Browsers mit unterschiedlichem Entwicklungsstand an, die er über mehrere Kanäle verteilt. Über den Canary Channel lassen sich beispielsweise die neuesten, aber instabilsten Ausgaben beziehen, die teilweise mehrmals täglich aktualisiert werden. Den Weg in den Developer Channel finden schon etwas ausgereiftere Versionen, die weniger häufig ein Update erhalten. Im Dev Channel getestete Funktionen wechseln dann in den Beta Channel. Die finalen Releases werden schließlich über den Stable Channel veröffentlicht, den die meisten Chrome-Nutzer aktiviert haben.

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Die Cloud forciert Innovationen

Ohne Cloud-Technologie sähe der Alltag heute ganz anders aus. Dropbox, Facebook, Google und Musikdienste gäbe es nicht. Erst Cloud-Technologien haben diese Services ermöglicht und treiben heute Innovationen schneller denn je voran.

Das erste Release der Safari Technology Preview liefert den Versionshinweisen zufolge Verbesserungen für JavaScript sowie HTML und nimmt Änderungen am Web Inspector vor, der Entwicklern beim Erstellen und Debuggen von Websites hilft. Hinzu kommen zahlreiche Fehlerkorrekturen und Kompatibilitätsoptimierungen. Für schnelleren Zugriff auf Entwicklerfunktionen ist das Develop-Menü standardmäßig aktiviert.

Zu den jetzt zum Testen bereitstehenden WebKit-Neuerungen zählen Support für ECMAScript 6, die jüngste Ausgabe der JavaScript-Programmiersprache, der von Grund auf überarbeitete JavaScript-JIT-Compiler B3, der vor allem auf Systemen mit wenigen CPU-Kernen deutliche Leistungsvorteile bieten soll, und eine optimierte IndexedDB-Implementierung. Ebenfalls enthalten ist die jüngste Version von Shadow DOM.

Für normale OS-X-Nutzer dürfte die Safari Technology Preview deutlich weniger interessant sein als für Webentwickler, da sie praktisch keine auf Anwender ausgerichtete Neuerungen liefert. Zudem läuft sie voraussichtlich deutlich instabiler als die Standardversion des Browsers.

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Themenseiten: Apple, Browser, Safari, Webentwicklung

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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