Samsung Galaxy TabPro S: Leistungsanalyse

Der Leistungstest mit zahlreichen Benchmarks zeigt, dass das Samsung Galaxy TabPro S die Anforderungen im Business-Umfeld locker erfüllt. Auch für einfache 3D-Spiele und Videoschnitt ist es gut geeignet. Insgesamt gibt es an der Performance des Windows-10-Tablets nichts auszusetzen.

Beim Blick auf die performancerelevanten Ausstattungsmerkmale des Samsung Galaxy TabPro S wie Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikchip dürften sich so manche Anwender fragen, wie gut das Windows-Tablet die Anforderungen im Büro und privaten Bereich erfüllt.

Schließlich handelt es sich beim verwendeten Dual-Core-Prozessor vom Typ Intel Core m3-6Y30 um Intels Einstiegsprozessor der für den mobilen Einsatz gedachten Core-Reihe. Immerhin verfügt der im Single-Core-Modus bis zu 2,2 GHz schnelle Chip – 2 GHz sind es im Zwei-Kern-Modus – über 4 MByte L3-Cache, sodass Zugriffe auf den vier Gigabyte großen DDR3-Speicher, der mit 1600 MHz angebunden ist und eine Bandbreite von bis zu 25,6 GByte/s bietet, gut abgefedert werden.

Samsung Galaxy TabPro S: Ausstattung (Bild: Samsung)

Die in dem Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 515 verfügt über 24 Ausführungseinheiten, die eine Rechenleistung von bis zu 384 GFLOPS bieten. Für High-End-3D-Spiele ist die integrierte Grafik allerdings weniger gut geeignet. Für diesen Einsatzzweck ist das Galaxy TabPro S allerdings auch nicht gedacht. Einfachere Spiele bewältigt das Gerät jedoch problemlos.

Mit den in der GPU integrierten Techniken Intel Quick Sync Video und Intel Clear Video, die das Enkodieren und Dekodieren von Videos erheblich beschleunigt, ist das Galaxy TabPro S auch für anspruchsvolle Anwendungen aus dem Bereich Videoschnitt gut geeignet. Windows unterstützt die beiden Techniken in DirectX und Windows Media Foundation, sodass zahlreiche Applikationen davon profitieren.

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Samsung Galaxy TabPro S im Benchmarktest

Zur Performance des Galaxy TabPro S lässt sich zunächst festhalten, dass das Windows-10-Tablet für den Einsatz im Office sehr gut geeignet ist. Während des Testzeitraums kommt es trotz des mit vier Gigabyte nicht gerade üppig bestückten Arbeitsspeichers zu keinen nennenswerten Verzögerungen. Auch dann nicht, wenn das Betriebssystem Teile des Arbeitsspeichers auf den vorhandenen Dateispeicher auslagert. Dass diese Prozedur ohne Verzögerung geschieht, liegt an dem integrierten Flashspeicher der eine Schreib- und Leseleistung von 170 MByte/s respektive knapp 490 MByte/s (gemessen mit AS-SSD) bietet.

Wie die zahlreichen Tests mit PCMark 8 und 3DMark zeigen, ist das Galaxy TabPro S auch im direkten Vergleich zu Surface Pro 3 und Surface Pro 4 konkurrenzfähig, obwohl es im Vergleich zu den Microsoft-Tablets auf eine nominell weniger leistungsfähige CPU setzt. In Sachen Grafikperformance kann es sogar gegen das Surface Pro 3, das einen Core i5-4300U mit integrierter Intel HD 4400 verwendet, punkten. Offenbar ist die in der jüngsten Skylake-Variante verbaute Grafikeinheit leistungsfähiger als die der Haswell-Generation. Da das Surface Pro 4 wie das Galaxy TabPro S ebenfalls auf die Skylake-Architektur setzt, ist es nicht weiter verwunderlich, dass der stärkere Core i5 im Surface Pro 4 etwas zügiger zu Werke geht als der Core m3-6Y30 im Galaxy TabPro S.

Galaxy TabPro S: PCMark 8 (Grafik: ZDNet.de)

In den synthetischen Rechentests von AIDA64 bietet das Galaxy TabPro S eine geringere Performance als die für den Vergleich herangezogenen Microsoft-Tablets. Allerdings zeigt der Anwendungsbenchmark PCMark 8, der in der Accelareted Version auch die GPU nutzt, dass das Galaxy TabPro S mit dem Surface Pro 3 mithalten, beziehungsweise sogar leicht übertreffen kann.

Fazit

Das Galaxy TabPro S bietet für den Einsatz im Business-Umfeld genügend Rechenpower. Trotz des mit 4 GByte nicht gerade üppig ausgestatten Arbeitsspeichers kommt es zu keinen nennenswerten Verzögerungen. Für anspruchsvolle 3D-Spiele ist es bauartbedingt weniger gut geeignet. Einfache 3D-Spiele meistert es jedoch problemlos.

Weitere Informationen:

Zusätzliche Benchmarks (höherer Wert=besser):

3DMark

Tablet CPU Fire Strike Sky Diver Cloud Gate Ice Storm Ice Storm Unlimited
Samsung Galaxy TabPro S Intel Core m3-6Y30 447 2056 3430 31889 47176
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U 280 1548 2659 25918 45421
Microsoft Surface Pro 4 Intel Core i5-6300U 844 3642 5849 44102 52112

AIDA64: Integer-Tests

Tablet CPU Queen PhotoWorxx Zlib AES Hash
Samsung Galaxy TabPro S Intel Core m3-6Y30 13648 10474 83,6 4547 964
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U 18062 10691 112,1 4951 1235
Microsoft Surface Pro 4 Intel Core i5-6300U 19787 14258 130,5 6594 1657

AIDA64: FPU-Tests

Tablet CPU VP8 Julia Mandel SinJulia
Samsung Galaxy TabPro S Intel Core m3-6Y30 1746 6439 3413 1169
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U 2829 9866 4927 1591
Microsoft Surface Pro 4 Intel Core i5-6300U 3459 12294 6593 1740

AS-SSD

Lesen Schreiben Gesamt
Tablet CPU Seq. 4K 4K-64Thrd. Seq. 4K 4K-64Thrd.
Samsung Galaxy TabPro S Intel Core m3-6Y30 489,9 26,8 276,4 168,8 56,4 128,3 727
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U 453,5 17,0 337,8 114,9 65,3 91,4 760
Microsoft Surface Pro 4 Intel Core i5-6300U 1151,3 39,3 899,4 153,4 0,6 37,1 1604

 

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  • Samsung Galaxy TabPro S im Test
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