Mastercard gibt kleinen Händlern Zugriff auf IBM Watson Analytics

Das Cloud-Analytics-System soll selbsttätig Muster erkennen und somit Entscheidungen auf Basis von Big Data vereinfachen. Händler müssen dazu ein Abonnement eingehen. Sie erhalten Einblicke in Umsätze, Marktanteile, Zusammensetzung ihrer Kundschaft und das Wettbewerbsumfeld.

Mastercard und IBM haben eine Partnerschaft geschlossen, in der sie kleinen und mittelgroßen Händlern Zugriff auf Big-Data-Analysen mit IBM Watson anbieten wollen. Das Produkt soll ab Mitte 2016 im Abomodell an Händler vertreiben werden, die Mastercard akzeptieren. Sie werden dann in Echtzeit Einblicke in Umsatz, Marktanteile, Zusammensetzung ihrer Kundschaft und das Wettbewerbsumfeld erhalten.

Mastercard Gold (Bild: Mastercard)Mastercard integriert dazu IBM Watson Analytics in seine Plattform Mastercard Advisors Local Market Intelligence (LMI), wo es mit Hilfe Künstlicher Intelligenz anonymisierte Bezahldaten auswerten kann. Dem Händler werden somit nicht mehr nur blanke Zahlen präsentiert, sondern Watson soll Muster und Auffälligkeiten in den Daten identifizieren, die etwa Shopping-Trends entsprechen können.

„Es gibt heute einen zunehmenden Schatz an Daten, den Händler nutzen können, um ihren Markt und ihre Kunden besser zu verstehen“, sagt Eric Schneider, als Senior Vice President verantwortlich für die Lösung Mastercard Advisors. „Kleinere Händler haben aber oft nicht die Ressourcen, um diese Erkenntnisse zu maximieren. Der Wert dieser Plattform besteht darin, dass sie Big Data in intelligentere Daten verwandelt, die leichter zugänglich sind und bei Entscheidungen helfen können.“

Mastercard hatte im Februar vorausgesagt, dass Kunden bereit zum Umstieg auf die nächste Generation an Bezahldiensten sind. Digitale Bezahldienste würden sich bald nicht mehr auf Smartphones beschränken. Das habe die vierte Auflage seiner jährlich veröffentlichten Studie Mastercard Mobile Payments ergeben, die weltweit zwei Millionen Social-Media-Posts zu mobilen Bezahldiensten auswertete. Dabei bezog sie neben Foren vor allem Google+, Facebook, Instagram, Twitter und Youtube ein.

„Mit einer zunehmenden Wahlmöglichkeit für die Endanwender hat sich die Konversation weiterentwickelt, und sie scheinen offen für die nächste Generation an Bezahldiensten“, sagte Marcy Cohen, bei Mastercard zuständig für Digitale Kommunikation. Unter anderem steht Mastercard vor der Einführung eines Systems, das Selfies als Passwortersatz akzeptiert. Deutschland und Schweiz zählen zu den Startländern. Statt einer Passwortabfrage kann entweder das Gesicht abfotografiert oder der Fingerabdruck gescannt werden. Aufforderungen zum Blinzeln sollen Täuschen der Gesichtserkennung vermeiden.

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Im Januar hatte Mastercard zudem eine Partnerschaft mit Coin geschlossen, die Bezahlen mit Wearables – darunter Smartwatches und Fitnessbänder – und anderen Geräten ermöglichen soll. Auf der CES im Januar zeigte es zudem „Groceries by Mastercard“, eine App, die in Verbindung mit einem internetfähigen Samsung-Kühlschrank automatische Lebensmittelbestellungen ermöglicht. Das funktioniert zunächst nur mit den US-Händlern FreshDirect und ShopRite. Der Kühlschrank lernt selbsttätig die Einkaufsgewohnheiten der Besitzer kennen und kann dann beispielsweise dafür sorgen, dass immer ausreichend Kaffeesahne vorhanden ist.

[mit Material von Asha Barbaschow, ZDNet.com]

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Themenseiten: Big Data, E-Commerce, IBM, MasterCard, Wearable

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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