Microsoft schließt Android-Patentabkommen mit Wistron und Rakuten

Letzteres hat eine gegenseitige Lizenzvereinbarung unterzeichnet, die die jeweiligen Unterhaltungselektronikprodukte der beiden Partner umfasst. Wistron verlängert ein 2011 geschlossenes Abkommen, das Tablets, Mobiltelefone, E-Reader und andere Android- oder Chrome-OS-Geräte abdeckt.

Microsoft hat weitere Patentabkommen mit Herstellern von Android-Geräten unterzeichnet. Neuester Lizenznehmer von Microsofts weltweitem Patentportfolio ist Rakuten. Mit Wistron verlängerte und erweiterte Microsoft zudem eine ausgelaufene Vereinbarung zur Nutzung von Android-Patenten. Unklar bleibt in beiden Fällen, wie hoch die Lizenzgebühren sind, die Rakuten und Wistron im Rahmen des Abkommens an Microsoft abführt. Finanzielle Details sowie weitere Einzelheiten zu den Verträgen machten die Partner nicht öffentlich.

Android (Bild: Google)Das ursprüngliche Patentabkommen mit Wistron schloss Microsoft im Jahr 2011. Damals unterzeichnete der taiwanische Auftragsfertiger eine Vereinbarung, die seine „Tablets, Mobiltelefone, E-Reader und andere Consumer-Geräte auf Basis der Android- oder Chrome-Plattform“ abdeckte. Diese werden im Auftrag seiner Kunden produziert und unter deren Marke vertrieben.

„Unsere Partnerschaft mit Wistron zeigt, welche Möglichkeiten sich durch gegenseitigen Respekt und den Abgleich geistigen Eigentums ergeben“, kommentierte der fürs Lizenzgeschäft verantwortliche Microsoft-Manager Nick Psyhogeos. „Die Kombination aus Microsofts modernen Technologien und Wistrons beeindruckenden Fertigungskapazitäten ist ein wirksames Rezept für verbesserte Kundenlösungen.“

Das in Tokio ansässige Rakuten ist ein Serviceunternehmen, das Dienstleistungen aus den Bereichen E-Commerce, E-Book und E-Reading, Online Marketing sowie Finanz- und Digitalinhalte anbietet. Das gegenseitige Patentabkommen mit Microsoft umfasst die jeweiligen Unterhaltungselektronikprodukte der beiden Firmen, einschließlich Linux- und Android-basierter Geräte, wie Microsoft mitteilt.

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Interessanterweise gehört zu den in dieser Woche geschlossenen Vereinbarungen nicht, dass die Android-Hersteller irgendwelche Apps oder Services von Microsoft auf ihre Geräte vorinstallieren müssen. Aufgrund zuvor geschlossener Abkommen – zuletzt etwa mit Acer – sah es so aus, als sei dies ein fester Bestandteil von Microsoft Strategie für die Android-Patentlizenzierung. Vergangenen Mai zählte die Liste der OEM-Partner, die Microsofts Apps und Dienste auf ihren Android-Geräten vorinstallieren, 31 Hersteller. Seit Mitte Februar finden sich darauf 74 Hardware-Partner aus 25 Ländern.

Das Lizenzgeschäft mit Android-Geräteherstellern ist für Microsoft sehr lukrativ. Allein Samsung zahlte beispielsweise im Rahmen eines 2011 geschlossenen Lizenzabkommens 2013 rund eine Milliarde Dollar an Microsoft, um patentierte Techniken in seinen Android-Geräten nutzen zu dürfen. Anfang Februar meldete Microsoft ein Patentabkommen mit dem Actionkamerahersteller GoPro, bei dem es nach seiner Darstellung um Wearable-Patente ging.

Microsoft hatte sein Lizenzprogramm im Dezember 2003 gegründet. Seitdem kann es mehr als 1200 Abschlüsse vorweisen. 2014 wurde die Sparte in ein Tochterunternehmen namens Microsoft Technology Licensing LLC ausgegliedert.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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