Facebook kauft Filter-App Masquerade

Facebook hat eine der derzeit beliebtesten Apps aufgekauft: Masquerade, das Selfies mit animierten Filtern überlagert. Der Anwender kann sich damit in Oscar-Preisträger Leonardo di Caprio oder einen Affen verwandeln. Das funktioniert für Fotos ebenso wie für Videos.

Icon (Bild: Masquerade)Streng genommen ist Masquerade der Name des Unternehmens, dessen Kaufpreis Facebook nicht kommuniziert, und die App heißt MSQRD. Sie enthält neben den „Live-Filtern“ auch konventionellere Sticker, wie Augen im Manga-Stil. Zudem lassen sich bei Aufnahmen mit mehreren Personen die Gesichter vertauschen.

Einschränkend ist zu bemerken, dass die App die Funktion verweigert, wenn sie nicht aufs Mikrofon des Smartphones zugreifen darf. Auch Fotos kann man dann nicht machen. MSQRD ist für Android und iOS verfügbar. Seit dem Start im Dezember wurde es rund 12,6 Millionen Mal heruntergeladen. Laut dem App-Tracking-Dienst SensorTower ist es besonders in Russland beliebt, von wo 22,4 Prozent der Downloads erfolgten, vor den USA mit 15,5 Prozent.

Facebook wird die Effekte von Masquerade sowohl in eigene Angebote übernehmen als auch MSQRD weiter separat anbieten. Während es Foto-Filter und -Sticker bereits in großer Zahl integriert, kann seine App bei Videos zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten gut gebrauchen. Insbesondere verstärkt es damit einmal mehr seine Rivalität mit Snapchat, das vergleichbare Filter im Rahmen seiner so genannten Lenses anbietet.

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MSQRD (Bild: Masquerade)Die aus Weißrussland stammenden Masquerade-Gründer Eugene Nevgen, Sergey Gonchar und Eugene Zatepyakin arbeiten künftig in Facebooks Londoner Büro. Sie schreiben: „Wir haben bei Masquerade hart daran gearbeitet, Video spaßiger und fesselnder zu machen, indem wir Filter entwickelten, die dein Aussehen verbessern und verändern. Jetzt freuen wir uns darauf, uns mit Facebook zusammenzutun und diese Technik für noch mehr Leute verfügbar zu machen.“

Snapchat, das im Jahr 2013 bekanntlich ein mit 3 Milliarden Dollar dotiertes Übernahmeangebot von Facebook ablehnte, kann im Tagesschnitt derzeit 100 Millionen Nutzer vorweisen – Facebook kommt aufs Zehnfache. Durch Partnerschaften mit Verlagen, Sportveranstaltungen und Live-Events konnte Snapchat zuletzt dennoch sein Standing ausbauen. Besonders attraktiv ist es für Partner und Werbetreibende durch seine junge Nutzerschaft: In der Gruppe der 13- bis 17-Jährigen belegte es Stand April 2015 laut Pew Research den ersten Platz. An erster Stelle stand Facebook, und mit Übernahmen wie der von Masquerade will es offensichtlich dafür sorgen, dass das so bleibt.

[mit Material von Terry Collins, CNET.com]

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