Youtube-Gründer Steve Chen startet Livestreaming-Service

Nom konzentriert sich aufs Thema Essen und Trinken. Es hat mehrere US-Starköche und Sommeliers im Programm. Anders als generische Livestreaming-Lösungen wie Periscope unterstützt es auch Desktops und mehrere Kameras. Das Publikum kann Fragen stellen und sogar Fotos einschicken.

Steve Chen, einer der Gründer von Youtube, hat einen Livestreaming-Dienst namens Nom ins Leben gerufen. Wie der Name andeutet, konzentriert er sich aufs Kochen und Essen – ähnlich wie Twitch auf Videospiele. Venturebeat hat ihn vorgestellt.

„Nom ist ein Ort für Freunde guten Essens“, lässt sich Chen in der Pressemeldung zitieren. „Wenn Sie je ein Foto Ihres Abendessens gemacht haben, ist Nom etwas für Sie. Wenn Sie einen Food-Blog haben und ein größeres Publikum erreichen wollen, ist Nom etwas für Sie. Wenn Sie in einer Restaurantküche arbeiten, ist Nom etwas für Sie.“

Nom (Screenshot: ZDNet.de)

Chen dient dem neuen Projekt als Chief Technical Officer. Auch der CEO, Vijay Karunamurthy, kommt von Youtube: Er war dort früher Entwicklungsleiter. Über Nom sagt er: „Für uns ist Zusammenarbeit der Schlüssel. Wir haben mit einer unglaublichen Gruppe aus Chefköchen, Machern und Kreativen zusammengearbeitet, um die Site und die App zu entwickeln, die sie sich wünschten, um ein Publikum live zu erreichen. Jetzt kann jedes kreative Team eine eigene Show produzieren. Wir erleben, dass die Leute Nom für Kaffee-Vergleichstests nutzen, für Kochdemos und Live-Berichte von gemeinsamen Aktionen.“

Für die Übertragung lässt sich ein Mobilgerät oder ein Desktop einsetzen. Das System unterstützt mehrere Kameras, falls vorhanden. Die Übertragungen sind interaktiv, das Publikum kann also Fragen stellen und Anmerkungen machen. Anders an bei Standard-Livestream-Diensten wie Periscope und Meerkat können sie auch Videos und Fotos beisteuern. So soll sich eine Nom-Community herausbilden.

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Zum Start weist das Projekt einige US-Starköche vor, darunter den mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Corey Lee, der auch in Nom investiert hat, Sommelier Yoon Ha und Koch Michael Tusk aus San Francisco, Tim Hollingsworth aus Los Angeles und Hubert Keller aus Las Vegas. Es wird zudem wichtige Veranstaltungen im Food-Bereich live übertragen, darunter die Ankündigung der Nominierten für den James Beard Award 2016.

Das Unternehmen hat in einer Finanzierungsrunde A 4,7 Millionen Dollar erhalten. Investoren sind Blue Run Ventures, WI Harper Group, Khosla Ventures und SV Angel, dazu etwa der Rapper Psy von Gangnam Style sowie der Schauspieler und Musiker Jared Leto.

Indessen hat Livestreaming-Pionier Meerkat das Feld geräumt und Livestreaming aufgegeben. Stattdessen wird es laut CEO Ben Rubin ein „Video-Social-Network“ schaffen, in dem „jeder immer live ist.“

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Themenseiten: Nom, Software, Streaming, Youtube

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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