Lenovo und Juniper schließen weltweite Partnerschaft

Lenovo vertreibt künftig Juniper-Lösungen und leistet dafür Support. Mit Junipers Open Network Install Environment wollen sich beide stärker softwaredefiniert ausrichten. Gemeinsam arbeiten sie an neuer Software und Integration bestehender Lösungen für Management, Provisionierung und Orchestrierung.

Juniper Networks und Lenovo haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. In ihrem Rahmen wollen sie an Rechenzentrumslösungen arbeiten, die von Converged bis Hyperconverged und Hyperscale Systems reichen. Gemeinsame Angebote sollen Server von Lenovo und Netzwerkgeräte sowie Software von Juniper integrieren.

Lenovo-Logo 2015 (Bild: Lenovo)Konkret wird Lenovo künftig Netzwerkprodukte von Juniper vertreiben und supporten. Durch Nutzung von Junipers Open Network Install Environment wollen sich beide stärker softwaredefiniert ausrichten. Außerdem arbeiten sie zusammen an Software zur Verwaltung, Orchestrierung und Provisionierung. Ihre bestehende Software wie Lenovos xClarity Management sowie Junipers Network Director und Contrail SDN soll integriert werden.

Global wollen die beiden Firmen künftig gemeinsam Kunden ansprechen. Zudem hilft Lenovo seinem Partner, die Lokalisierungsanforderungen für den chinesischen Markt zu erfüllen.

Logo Juniper NetworksUnter Hyperconverged Systems ist eine Weiterentwicklung von Converged Networks zu verstehen. Wenn Converged Networks durch nahtlose Zusammenarbeit aller Komponenten punkten, bestehen Hyperconverged Networks in der Theorie aus beliebig kombinierbaren Bausteinen oder Modulen, die auch skalieren – wer mehr Rechenleistung benötigt, schließt einfach ein weiteres Modul an. Das funktioniert bisher vor allem bei virtualisierter Storage. Als wesentliche Komponente gilt dabei die Software, während Converged Networks die Hardware in den Mittelpunkt rücken.

Mit Juniper bekommt Lenovo einen Partner an die Seite, der ihm helfen kann, gegen Converged und Hyperconverged Systems von Dell oder auch Hewlett Packard Enterprise zu bestehen. Cisco drängt ebenfalls in diesen Markt. Zugleich kann Lenovo auf diese Weise einmal mehr auf seiner von IBM zugekauften x86-Server- und Switchtechnik aufsetzen.

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Im Februar hatte Lenovo anlässlich von Quartalszahlen gegenüber Analysten geäußert, es sei im „Angriffsmodus“. Das Unternehmensgeschäft laufe glänzend und werde noch ausgebaut. Dabei sollen Partnerschaften helfen, etwa eine im November mit Nutanix und eine im Januar mit SAP geschlossene. Das jetzige Abkommen mit Juniper dürfte vor allem die Nutanix-Partnerschaft ergänzen, einem der wichtigsten Anbieter von Hyperconverged-Lösungen.

Lenovo im Angriffsmodus (Bild: Lenovo)

30 Prozent der Unternehmensumsätze seien durch große Nachfrage nach Hyperscale-Systemen bedingt, sagte Lenovo-CFO Wong Wai Ming im Februar auch: „Im Unternehmensbereich werden wir, mit unserer Stärke in China und Entwicklungsmärkten, weiter solides Wachstum angreifen. Auf der einen Seite, im traditionellen IT-Markt, mit besserer Technik, einem großartigen Produktangebot und der richtigen Kostenstruktur, um die Effizienz sowohl von System X als auch Lenovo zu nutzen. Auf der anderen Seite bewegen wir uns auch auf schneller wachsende Chancen zu, durch strategische Partnerschaften mit den Marktführern in Bereichen, die dieses Wachstum antreiben.“

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