Bericht: Facebook öffnet Messenger im April für Verlage

Der Axel-Springer-Verlag experimentiert bereits mit einem "Bild Ticker" und einem Fußball-Transferticker. Die Angebote sollen durch Chatbots innerhalb von Minuten auf Anfragen reagieren. Auch die Messenger Kik, Line, Viber und WhatsApp können schon Verlagspartnerschaften vorweisen.

Facebook wird im April auf seiner Entwicklerkonferenz F8 voraussichtlich verkünden, dass nun auch Verlage Inhalte über seine Messenger-App verteilen können. Das hat Marketing Land von Quellen erfahren.

Facebook Messenger Logo (Bild: Facebook)Einer der ersten Tester des dafür von Facebook zur Verfügung gestellten Werkzeugs ist demnach die Bild-Zeitung, die schon seit Januar einen „Bild Ticker“ im Facebook-Messenger anbietet, wie NiemanLab anmerkt. Das Angebot ist nur in deutscher Sprache verfügbar, Facebook Messenger bietet aber auch eine englische Übersetzung an.

Weder Facebook noch der Axel-Springer-Verlag wollten das Experiment kommentieren. Die Grundidee ist laut NiemanLab, dass ein Chatbot automatisch auf Useranfragen antwortet und beispielsweise Interessenten einen Link zur vollständigen Meldung schickt. Das funktioniert derzeit aber noch nicht – Marketing Land erhielt nur eine Standard-Begrüßung: „Wir wünschen Dir viel Spaß mit unserem Service. Hier erfährst Du die News als Erster!“

Interessant ist auch der in der App eingeblendete Hinweis zu dem Bild-Angebot, es reagiere „meistens innerhalb von Minuten“ auf Anfragen. Screenshots finden sich bei NiemanLab und Marketing Land.

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Der Axel-Springer-Verlag ist Testpartner für Nachrichtendistribution via Facebook messenger (Screenshot: ZDNet.de).Der Bild-Ticker kann im Web und auf Facebook abonniert werden. Eine Ankündigung zeigt zudem, dass Bild nicht nur einen Kanal plant, sondern auch Spartenangebote, etwa einen Transfer-Ticker für Fußballbegeisterte. Übrigens werden Besucher auf der Bild-Werbeseite noch gesiezt, im Messenger dann aber geduzt.

Mit seiner App Notify hat Facebook ebenfalls schon mit Benachrichtigungen experimentiert, die von Verlagen stammen und Echtzeit-Informationen versprechen. Als Partner sind dort etwa die US-Medien The New York Times, Mashable, Vice, Fox Sports und People vertreten. Vollständige Artikel lassen sich im Browser der App aufrufen.

Auch andere Messenger-Apps haben bereits Verlagskunden, wie Marketing Land ergänzt: BuzzFeed, NBC News und Washington Post publizieren demnach auf Kik, The Economist in der App Line, die Huffington Post und die BBC auf Viber. Das britische Angebot postet zudem im anderen Facebook-Messaging-Angebot, nämlich WhatsApp. Die Verlage profitieren mutmaßlich von der Reichweite der Chatprogramme: Facebook Messenger nutzen pro Monat mehr als 800 Millionen Menschen. Denkbar sind laut Marketing Land auch Vermittlungsgebühren, falls Medien Zugang zu den Lesern einer Publikation wünschen.

Facebook F8 findet am 12. und 13. April in San Francisco statt.

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