Verizon gilt als Top-Kandidat für Yahoo-Übernahme

Insider halten Verizon für den wahrscheinlichsten Käufer von Yahoo. Das hat Fortune erfahren. Als ebenfalls heißer Kandidat wird Time Inc genannt, dem auch Fortune selbst gehört. Die Gespräche des Yahoo-Managements mit Interessenten sollen in der vergangenen Woche angelaufen sein, ohne dass bisher von konkreten Geboten die Rede war.

Yahoo! (Bild: Yahoo!)Den Zuschlag werde wahrscheinlich der Höchstbietende erhalten, zitiert die Publikation ihre Quellen, aber „an Verizon führt kein Weg vorbei.“ Schließlich könne es sich den Kauf bei einem Marktwert von 208 Milliarden Dollar und fast 5 Milliarden Dollar Barvermögen einfach leisten. Auch war CEO Lowell McAdam schon mit einer Interessenserklärung vorgeprescht – möglicherweise, um konkurrierende Bieter abzuschrecken. Und drittens steht mit AOL-CEO Tim Armstrong schon ein Verizon-Manager bereit, der sich auch um Yahoo kümmern könnte – als Nachfolger seiner früheren Google-Kollegin Marissa Mayer.

Auch zweifeln Fortunes Informanten nicht daran, dass Yahoos große Nutzerzahl für die Verizon-Tochter AOL eine wichtige Verstärkung gerade bei Mobile Video wäre. Zweifel könnten demnach allerdings die Verizon-Aktionäre anmelden, die einen Kauf eines Webportals der ersten Generation möglicherweise nicht als Weg in die Zukunft sähen. Außerdem könnten Verizons Barmittelressourcen angesichts der anstehenden Funkfrequenzauktion in den USA nicht leichtfertig ausgegeben werden.

Das als ebenfalls aussichtsreicher Kandidat gehandelte Time Inc könnte mit 1,5 Milliarden Dollar Börsenwert und 651 Millionen Barvermögen eine solche Transaktion weniger leicht stemmen. Fortune skizziert aber, wie dies mittel eines so genannten Reverse Morris Trust dennoch möglich wäre, nämlich über eine Fusion in einer neuen Aktiengesellschaft, die dann Anteile an Yahoo-Aktionäre ausgeben würde. So könnten sogar Steuern gespart werden. Einen Kommentar wollte Time Inc nicht abgeben.

Und schließlich sei ein Dutzend Investoren an einer Yahoo-Übernahme interessiert, heißt es. Marissa Mayer soll selbst Bankier Frank Quattrone beauftragt haben, mit Anlegern über ein mögliches gemeinsames Gebot zu sprechen. Schon 2011 hatten Silver Lake und TPG Capital geplant, Yahoo zu übernehmen, dessen Anteile an Alibaba und Yahoo Japan zu verkaufen, sich mit dem Geld anschließend punktuell zu verstärken und dann Sparmaßnahmen vornehmen.

Als unwahrscheinlichere Übernahmekandidaten werden AT&T und Comcast sowie der international expandierende Axel-Springer-Verlag genannt. Aus Asien könnten Angebote von Alibaba und SoftBank kommen. Und schließlich gibt es auch die Möglichkeit, dass Yahoo erneut alle Übernahmegespräche abbricht und nur die Führung austauscht.

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