Canvas: Facebook führt Vollbildanzeigen innerhalb seiner App ein

Das neue Werbeformat ist ab sofort allen interessierten Werbetreibenden zugänglich. Es öffnet sich aus Inseraten im News Feed und kann Videos, Bilder, Texte und interaktive Elemente kombinieren. Wie bei Instant Articles wird jedoch alles von Facebook selbst ausgeliefert, um ein schnelles mobiles Erlebnis zu sichern.

Facebook macht sein neues Werbeformat Canvas ab sofort allen interessierten Werbetreibenden zugänglich. Aus Inseraten im News Feed öffnet sich eine Vollbildanzeige, die jedoch nicht von der Website des jeweiligen Anbieters abgerufen wird. Sie kann Videos, Bilder, Texte und Aktionsbuttons kombinieren, wird aber vom Social Network selbst ausgeliefert, um eine schnelle mobile Erfahrung zu sichern.

Werbeformat Canvas (Bild: Facebook)Werbeformat Canvas (Bild: Facebook)

Eine „einbeziehende und fesselnde Erfahrung, wie sie mobile Websites nicht bieten“ verspricht das Unternehmen in einem Blogeintrag. „Und Canvas setzt dieselbe Technologie ein, die für das schnelle Laden von Fotos und Videos auf Facebook sorgt, daher lädt es zehnmal schneller als das gewohnte mobile Web.“ Das soll auch für interaktive Elemente wie Animationen, Karussells, Produktkataloge und perspektivisch veränderbare Fotos gelten.

TechCrunch beschreibt Canvas als „Instant Articles für Inserate“. Instant Articles ist für Publisher verfügbar und erlaubt es Verlagen, komplette Artikel, Fotogalerien und Videos direkt in dem Social Network zu veröffentlichen, statt nur Links und Teaser zu ihren Inhalten.

Canvas-Seiten sind zunächst mit News-Feed-Inseraten auf iOS und Android verknüpft. Facebook prüft derzeit noch die Ausweitung auf andere Versionen und Apps wie Instagram. Werbetreibenden ist auch möglich, unterschiedliche Canvas-Varianten für verschiedene demografische Zielgruppen auszuliefern.

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Das Social Network begann im letzten Jahr damit, Canvas als neues Werbeformat zu testen. „Wenn Nutzer auf ein Produkt einer Anzeige in ihrem News-Feed klicken, dann sind die mobilen Websites, auf die sie geleitet werden, oft nicht optimiert und laden sehr langsam, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie abbrechen“, begründete das Social Network sein Vorgehen. Es beschrieb Canvas als „kreativen Raum“, mit dem Werbetreibende nach dem Klick „ihre geschäftlichen Ziele erreichen können“.

Laut Facebook sind weltbekannte Marken wie Burberry und Coca Cola bereits dabei, „ihre Storys auf Canvas zu erzählen“. Der Hersteller einer koffeinhaltigen Brause habe es etwa genutzt, um eine neu eingeführte Serie von Aluminiumflaschen vorzustellen – und damit 18 Millionen Menschen erreicht mit einer durchschnittlichen Betrachtungszeit von 18 Sekunden. Als weiteres Beispiel führt Facebook eine Canvas-Werbung von Asus mit dem Motto „Schluss mit schlechten Geschenken“ an, die vor Weihnachten 2015 geschaltet wurde und zu einer 42-prozentigen Steigerung der Klicks geführt habe.

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