Bitkom: Zwei Drittel der ITK-Firmen wollen 2016 mehr investieren

Die Hälfte davon plant eine Steigerung der Ausgaben um mehr als fünf Prozent. Nur vier Prozent der vom Branchenverband befragten Unternehmen rechnen mit rückläufigen Investitionen. Vor allem KMU wollen mehr Mittel aufwenden als im Vorjahr.

Zwei Drittel der Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsbranche in Deutschland (66 Prozent) wollen im laufenden Jahr ihre Investitionen verglichen mit 2015 steigern, die Hälfte von ihnen sogar deutlich um mehr als fünf Prozent. Nur vier Prozent der Firmen rechnen mit rückläufigen Investitionen. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Grundlage seiner aktuellen Konjunkturumfrage mit.

„Vor allem kleine und mittelständische UBitkom (Bild: Bitkom)nternehmen nehmen Geld in die Hand“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Von ihnen geben 69 Prozent an, dass sie zusätzliche Mittel für Investitionen aufwenden wollen. Unter den Großunternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten beträgt der Anteil 53 Prozent.

„Nur wer innovativ bleibt, kann in der sich besonders dynamisch entwickelnden IT an der Spitze bleiben. Diese Innovationsfähigkeit spiegelt sich auch in der Investitionsbereitschaft wider“, so Rohleder. „Die hohe Investitionsbereitschaft gerade im IT-Mittelstand ist ein gutes Signal.“

Im vergangenen Jahr haben der von Bitkom Research durchgeführten Umfrage zufolge nur rund zwei Prozent der deutschen ITK-Unternehmen gar nicht investiert. Dagegen wendeten zwei Drittel (67 Prozent) Mittel für Forschung und Entwicklung auf sowie ähnlich viele (63 Prozent) für die Erschließung neuer Kundensegmente. Jeweils rund ein Viertel der Unternehmen investierte 2015 in die Ausweitung des Auslandsgeschäfts (28 Prozent) und führte Ersatzinvestitionen durch (26 Prozent). Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) gab Geld für die Ausweitung der Kapazitäten aus.

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Rund 13 Prozent investierten in die Übernahme von anderen Unternehmen und 8 Prozent tätigten Investitionen in Start-ups. Rohleder: „Gerade bei der Zusammenarbeit von etablierten großen Unternehmen und dem Mittelstand mit Start-ups müssen wir in Deutschland noch besser werden. Eine Beteiligung an einem Start-up kann eine echte Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens sein.“

Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland rechnen in der ersten Jahreshälfte 2016 mit steigenden Umsätzen, wie der Bitkom bereits im Januar mitteilte. Nur 8 Prozent erwarten sinkende Einnahmen. Besonders zuversichtlich sind Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, weniger optimistisch Hardware-Hersteller. 62 Prozent der befragten ITK-Firmen wollen 2016 neue Stellen schaffen, 8 Prozent erwarten einen Personalabbau.

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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