IBM zahlte über 1,3 Milliarden Dollar für Cleversafe

IBM hat im vergangenen Herbst mehr als 1,3 Milliarden Dollar in bar gezahlt, um Cleversafe zu übernehmen. Diese Angabe hat Bloomberg jetzt in einer Börsenmeldung des Unternehmens entdeckt. Eine Milliarde Dollar wird dort als der ideelle Firmenwert angegeben, also als der Aufschlag, den der Käufer aufgrund des von ihm gesehenen Potenzials zu zahlen bereit ist.

IBM (Bild: IBM)Vorhandene Technologien bewertet IBM in der Meldung mit 364 Millionen Dollar, die Kundenbeziehungen mit 25 Millionen Dollar. Physische Vermögenswerte setzt es mit 86 Millionen Dollar an. Der Marktforschungsfirma Pitchbook zufolge wurde Cleversafes Vermögenswert damals etwas über 200 Millionen Dollar geschätzt, wobei eine Finanzierungsrunde von 2013 als Grundlage diente.

Das 2004 in Chicago gegründete Cleversafe speichert objektbasiert im Rechenzentrum und in der Cloud – unter Vermeidung von Duplikaten. Zu seinen Kunden zählen Hewlett-Packard, Lockheed Martin, IBM selbst und der Medienkonzern Sky. IBM kaufte die Technik, um sie in die Object Storage Services von Softlayer zu integrieren.

IBM kommentierte im Oktober: „Das Unternehmen nutzt einzigartige Algorithmen, um Daten in Häppchen aufzuteilen und die Informationen aus einer einzigen Kopie wieder zusammenzusetzen, statt mehrere Kopien vorzuhalten, wie es Storage traditionell tut. Daher kann Cleversafe Daten bedeutend billiger speichern – und besser absichern.“ Rund um diese Technik hat Cleversafe auch 350 Patente erhalten.

Zudem zitierte IBM Zahlen von IDC, denen zufolge 80 Prozent aller noch kommenden Cloud-Anwendungen datenintensiv sein und folglich massiven Datenspeicher benötigen werden. Die Marktforscher sagen daher voraus, dass der Object-Storage-Markt bis 2018 auf 28 Milliarden Dollar anwachsen wird.

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Cleversafe war damit laut Bloomberg IBMs höchstdotierte Übernahme im Kalenderjahr 2015. In dem Zeitraum kaufte es etwa auch den Cloud-Videoservice Clearleap und den Cloud-Broker Gravitant. Vor allem aber erwarb es das B2B-Datengeschäft von The Weather Company als Grundlage für die Internet-der-Dinge-Sparte.

Im August 2015 hatte IBM zudem Merge Healthcare für eine Milliarde Dollar geschluckt und damit seinem Analytics-Supercomputer Watson die Basis verschafft, medizinische Daten auszuwerten. Ende September kamen der Workday-Spezialist Meteorix und das Software-Start-up StrongLoop zu IBM.

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