Nokia kauft kanadischen Sicherheitsspezialisten Nakina Systems

Nokia will mit dessen Technik Mobile-Broadband-Netze, SDNs, Clouddienste und Angebote fürs Internet der Dinge seiner Kunden absichern. Außerdem erweitert es sein Security-Angebot so um identitäsbasierten Zugang, Konfigurationsmanagement und Orchestrierungsdienste. Seit fünf Jahren arbeiten sie in Kundenprojekten zusammen.

Nokia hat eine Übername von Nakina Systems angekündigt, einem kanadischen Spezialisten für Netzwerksicherheit. Einen Preis nannte es nicht. Im Rahmen einer Partnerschaft hat Nokia Lösungen von Nakina schon in den letzten fünf Jahren in Kundenprojekten eingesetzt.

(Bild: Nokia)Das finnische Unternehmen plant, Mobile-Broadband-Netze, Software-definierte Netze (SDN), Clouddienste und Angebote fürs Internet der Dinge seiner Kunden mit der Nakina-Technik abzusichern. Außerdem will es sein Security-Angebot so um identitäsbasierten Zugang, Konfigurationsmanagement und Orchestrierungsdienste erweitern. Und auch Werkzeuge für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bekommt Nokia mit Nakina ins Haus.

„Die zunehmenden Cybersicherheitsrisiken durch Insider und von außen haben zu einem höheren Bedarf unserer Kunden an Sicherheitsstrategien geführt“, kommentiert Bhaskar Gorti, bei Nokia als President für die Sparte Applications and Analytics zuständig. „Die geplante Übernahme von Nakina stärkt unsere Führungsrolle im Markt und unsere Fähigkeit, Kunden beim Schutz ihrer wertvollsten Anlagen zu helfen.“

Nakina-CEO Mary O’Neil erklärte, ihr Unternehmen schließe die Lücke, die zwischen dem Versprechen von Cloud-Systemen einerseits und dem praktischen Betrieb hochperformanter heterogener Netze andererseits klaffe. „Mit dieser Übernahme profitieren unsere Kunden von Nokias Größe, seiner marktführenden Kompetenz und dem Umfang seiner Investitionen, was Software und Anwendungen betrifft.“

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Ni Framework normalisiert Hybridumgebungen (Bild: Nakina)Konkret umfasst das Sortiment von Nakina ein eine Plattform für die Sicherheitsüberprüfung von Netzwerken namens NI-Defender und eine Reihe von Network-Integrity-Anwendungen, die von der automatisierten Bereitstellung von Diensten bis zur Inventarisierung von Daten und Identifikation von Anwendern reichen. Mit dem NI-Framework hat es zudem eine nach eigenen Angaben offene, skalierbare und modulare Software-Plattform geschaffen, die komplexe Netze abstrahiert, heterogene Komponenten normalisiert und die Lücke zwischen physischer und virtueller Welt für Verwaltungs- sowie Orchestrierungssysteme schließt.

Nokia hat sich seit dem Verkauf seines Smartphonegeschäfts 2014 an Microsoft auf Netzwerktechnik konzentriert. 2015 übernahm es Alcatel-Lucent für 15,6 Millionen Euro und stieg damit zu einem der größten Netzwerkausrüster weltweit auf.

Auf dem laufenden Mobile World Congress in Barcelona hat Nokia sich heute auch als Gründungsmitglied des von Facebook initiierten „Telecom Infra Project“ (TIP) präsentiert. Wie Intel wird es zu offenen Designs von Netzwerkausrüstung beitragen, die die ebenfalls bei TIP mitarbeitenden Netzbetreiber wie Deutsche Telekom und SK Telecom dann einsetzen und kombinieren können. Das Projekt soll für Netzwerkausrüstung das erreichen, was Facebooks Open Compute Project heute für Rechenzentren ist.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Themenseiten: Netzwerk, Nokia, Security, Sicherheit, Übernahmen

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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