Uber will zwei Sammelklagen für 28,5 Millionen Dollar beilegen

Auf jeden berechtigten Kunden entfallen lediglich 82 US-Cent. Es bietet auch an, seine "Sicherheitsgebühr" in "Buchungsgebühr" umzubenennen: "Leider kann kein Transportmittel je zu 100 Prozent sicher sein." Das Gericht muss noch zustimmen.

Uber hat ein Angebot gemacht, um zwei weitere Sammelklage beilegen zu können, die ihm falsche Sicherheitsversprechen vorwerfen. Es erklärt sich bereit, insgesamt 28,5 Millionen Dollar Ausgleichszahlung für rund 25 Millionen Passagiere bereitzustellen, die die übliche „Sicherheitsgebühr“ entrichtet hatten. Das wäre laut New York Times zwar die größte Schadenersatzzahlung in Ubers Geschichte, aber, wie leicht auszurechnen ist, nur etwa ein Dollar je Kunde.

(Logo: Uber)Der Richter muss noch zustimmen. Die strittige Gebühr heißt in den US „Safe Ride Fee“. Als Teil der Einigung hat Uber vor, sie in „Booking Fee“ umzubenennen, also Buchungsgebühr. Weiter wird sie jeder entrichten müssen, der eine Fahrt von Uber vermittelt bekommt. Die Höhe ist vom Standort abhängig und liegt ungefähr zwischen 1,25 Dollar (Philadelphia) und 1,65 Dollar (Los Angeles).

Uber zufolge wird sie tatsächlich auch für Kosten genutzt, die zur Verbesserung der Sicherheit anfallen, darunter Überprüfung von Fahrern, Verbesserung von Reaktionsmaßnahmen und Technikverbesserungen, aber auch Marketing. In einem Blogbeitrag schreibt es nun aber auch, „leider kann kein Transportmittel je zu 100 Prozent sicher sein.“ Es werde immer Unfälle und Zwischenfälle geben, weshalb man sich um eine „klare, präzise und zutreffende“ Sprache bemühe.

Anspruchsberechtigt wären Personen, die in den letzten drei Jahren in den USA mindestens einmal mit Uber gefahren sind. Nehmen alle das Angebot in Anspruch, was bei der geringen Höhe nicht zu erwarten ist, entfallen auf jeden Kunden 82 US-Cent. Hauptprofiteure dürften die Klägeranwälte sein, deren vom Gericht festzusetzender Anteil bis zu 25 Prozent der Schadenssumme betragen kann, wie The Verge anmerkt.

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Uber hat schon einmal 1,8 Millionen Dollar gezahlt, um eine Klage kalifornischer Kunden gegen eine Flughafengebühr abzuwenden. Eine Einigung strebt es auch im Streit mit seinen Fahrern an, um sie weiter als unabhängige Auftragnehmer einstufen zu können, wie das dem Konkurrenten Lyft kürzlich gelungen war. Ansonsten droht ein Geschworenenprozess im Juni.

Auch Lyft erhob übrigens früher eine „Trust and Safety Fee“, die es nach einer ähnlichen Klage in „Trust and Service Fee“ umbenannte. Warum der Kunde für sein Vertrauen zahlen muss, wie der Name andeutet, lässt es offen.

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