Samsung zeigt Konzept für transparente und spiegelnde OLED-Videowände

Sie bestehen aus vier 55 Zoll großen Einzeldisplays. Die zugrunde liegende Technik hatte Samsung schon vergangenen Juni vorgestellt. Jetzt kombiniert es sie aber erstmals mit seinem Videowandsystem. Von LG gibt es auf der ISE 2016 in Amsterdam einfach gebogene und wellenförmige OLED-Signage-Displays zu sehen.

Samsung präsentiert auf der noch bis zum 12. Februar laufenden Fachmesse Integrated Systems Europe (ISE) in Amsterdam Videowände aus vier transparenten und spiegelnden OLED-Paneln mit je 55 Zoll Diagonale. Die zugrundeliegende Technik stellte der südkoreanische Hersteller schon vergangenen Juni vor und bewirbt sie seither mit Nachdruck. Jetzt hat er sie aber erstmals mit seinem Videowandsystem kombiniert.

Samsungs transparente OLED-Videowand besteht aus vier 55-Zoll-Paneln (Bild: Samsung).Samsungs transparente OLED-Videowand besteht aus vier 55-Zoll-Paneln (Bild: Samsung).Das transparente OLED-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten hat eine Durchlässigkeit von 45 Prozent. Es deckt laut Hersteller 100 Prozent des NTSC-Farbraums ab. Diese Werte sind deutlich höher als bei herkömmlichen transparenten LCDs, die in der Regel auf eine Durchlässigkeit von rund zehn Prozent kommen und nur 70 Prozent des Farbraums darstellen.

Das Spiegel-OLED bietet eine Reflexionsrate von 75 Prozent, was Samsung zufolge ebenfalls deutlich höher ist als bei LCD-Pendants mit einer Rate von unter 50 Prozent. Den Kontrastwert gibt es mit 100.000:1 an und die Antwortzeit mit unter einer Millisekunde. Vergleichbare LCDs erreichten üblicherweise einen Kontrast von 4000:1 und eine Antwortzeit von 8 Millisekunden.

Wie ein Samsung-Sprecher erklärte, handelt es sich bei den in Amsterdam ausgestellten OLED-Videowänden weiterhin um Konzepte. Allerdings sollen sie bald auch kommerziell verfügbar werden. In diesem Jahr wolle man sich auf die vier Kernproduktlinien LED Signage, Outdoor Signage, Videowände und elektronische Tafeln konzentrieren.

Samsungs Outdoor-Signage-Displays sollen Temperaturen von minus 30 bis plus 50 Grad aushalten und sind nach Schutzklasse IP56 vor Wasser und Staub geschützt. Sie erreichen laut Hersteller eine Helligkeit von 3000 Nit und einen Kontrastwert von 5000:1, so dass sich darauf beispielsweise hochauflösende Videos im Freien wiedergeben lassen.

Spiegelnde OLED-Videowände am Samsung-Stand auf der ISE 2016 (Bild: Samsung)Spiegelnde OLED-Videowände am Samsung-Stand auf der ISE 2016 (Bild: Samsung)

Auf der ISE zeigt Samsung auch ein neues Content-Management-System namens Magicinfo Server 4.0, das Kunden die zentrale Verwaltung aller Signage-Einheiten erlaubt. Ebenfalls zu sehen sind zwölf neue LED-Panel mit einem Pixel-zu-Pixel-Abstand von 1,5 bis 20 Millimetern.

Samsung produziert seit 2007 OLED-Displays, hat sich aufgrund der langsamen Verbreitung in den letzten Jahren aber auf die LCD-Technik konzentriert. Seit Anfang 2015 engagieren sich die Koreaner allerdings wieder verstärkt im OLED-Segment. Im Februar letzten Jahres kündigten sie eine Investition von 3,6 Milliarden Dollar in dem Bereich an, um neue Fertigungsstraßen für kleine und mittelgroße Bildschirme auf Basis organischer Leuchtdioden zu errichten. Zudem trennte Samsung seine LCD- und OLED-Teams in zwei separate Abteilungen auf.

Außer Samsung engagiert sich vor allem sein koreanischer Konkurrent LG für die OLED-Technik. Auf der ISE ist er mit einfach gebogenen und wellenförmigen OLED-Signage-Displays vertreten, die beidseitig ein Bild anzeigen können. Einige der Displays will LG mit seinem Betriebssystem WebOS ausstatten, um Kunden die Verwaltung zu erleichtern.

Anfang Dezember 2014 gründete LG eine eigene Geschäftseinheit für OLEDs, die sich um alle Aspekte dieser Technik kümmert. Bis 2018 will das Unternehmen knapp 8,5 Milliarden Dollar in die Entwicklung und Herstellung von Bildschirmen auf Basis organischer Leuchtdioden investieren.

Wellenförmiges OLED-Signage-Display von LG (Bild: LG)Wellenförmiges OLED-Signage-Display von LG (Bild: LG)

[mit Material von Cho Mu-hyun, ZDNet.com]

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