US-Regierung will Informatikunterricht mit 4 Milliarden Dollar fördern

US-Präsident Barack Obama hat in einer wöchentlichen Radio-Ansprache angekündigt, vier Milliarden Dollar für besseren Informatikunterricht bereitstellen zu wollen. Er sagte: „Informatik ist keine Zusatzqualifikation.“

Barack Obama (Bild: Pete Souza, Whitehouse.gov)Barack Obama (Bild: Pete Souza, Whitehouse.gov)Vielmehr sei „Computer Science“, wie der für das Fach übliche Begriff in den Staaten lautet, eine Basiskompetenz und auf eine Stufe mit Lesen, Schreiben und Rechnen zu stellen, erklärte der Präsident, dessen zweite Amtszeit dieses Jahr endet. Er hatte die Bedeutung der Informatik auch in seiner letzten Rede zur Lage der Nation erwähnt und 2014 sogar selbst ein paar Zeilen Code geschrieben, um seinem Engagement Nachdruck zu verleihen, wie The Verge festhält.

Das Sonderbudget, das noch vom Kongress genehmigt werden muss, steht unter der Devise „Informatik für alle“ und deckt die Ausbildung vom Kindergarten bis zur 12. Klasse ab. Da Bildung in den USA – wie ja auch in Deutschland – Ländersache ist, sieht Obamas Plan vor, einen Topf an Fördermitteln bereitzustellen, den die einzelnen Bundesstaaten abrufen können, wenn sie innerhalb von drei Jahren entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Zusätzlich soll es einen Fördertopf mit 100 Millionen Dollar speziell für Schulbezirke geben, die neue Ideen umsetzen, um Informatik allen Schülern näherzubringen, einschließlich Minderheiten. Obama hofft, das so Vorbild-Projekte entstehen, die US-weit nachgeahmt werden, wenn sie regional erfolgreich sind.

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Nicht erst genehmigungspflichtig sind dagegen die ebenfalls von Obama angekündigten 135 Millionen Dollar, die die National Science Foundation für die Weiterbildung von Lehrern in den nächsten fünf Jahren bereitstellen wird. Republikanische Kandidaten wie Ted Cruz haben im US-Wahljahr bereits angekündigt, Obamas Reformen auch in Bereichen wie Bildung und Gesundheit rückgängig machen zu wollen, sollten sie zu seinem Nachfolger gewählt werden.

In Deutschland ist es vor allem die Gesellschaft für Informatik, die Informatik-Unterricht ab der Grundschule fordert. Die jährlichen Rekordzahlen bei den Einschreibungen an den Hochschulen genügen ihr zufolge nicht, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. IT-Unternehmen wollen laut Bitkom bis 2020 verstärkt Hochschulabsolventen einstellen.

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